Marktbericht vom 30.01.2026

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Marktbericht vom 30.01.2026

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise fallen nach weiteren Anstieg leicht zurück - Heizölpreise starten erneut fester

30.01.2026, 08:20 Uhr von Josef Weichslberger
Kriegsgefahr im Nahen Osten hält Ölpreise hoch - Heizöl tendiert weiter nach oben

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern ihren Höhenflug der letzten Tage und Wochen fortgesetzt und die Futures der Rohölsorte Brent sind dabei erstmals seit über einem halben Jahr wieder über die 70-Dollar-Marke gestiegen. Heute Morgen geht es aber in Asien bislang nach unten, sodass die Heizöl-Notierungen heute nur wenig verändert bis leicht fester in den letzten Handelstag der Woche starten werden.


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Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 69,70 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Februar kostet zur Stunde 708 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar weiter zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1920 Dollar gehandelt. 

Dass die Rohölpreise im Januar um über 15 Prozent ansteigen würden, hätten zum Jahreswechsel wohl die wenigsten Händler und Analysten erwartet. 
Hierfür gibt es im Wesentlichen zwei Gründe. Zum einen gehen die Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg nur sehr schleppend voran, sodass immer weniger russisches Öl am Weltmarkt ankommt, vor allem aber ist der Nahe Osten mit dem aktuellen Konflikt zwischen den USA und dem Iran wieder als Krisenschauplatz zurückgekehrt. 
Aktuell treibt zudem eine extreme Kältewelle in Nordamerika die Rohölpreise auf den höchsten Stand seit rund einem halben Jahr. Gestern gab es dabei einen kurzen Ausflug der Brent-Futures deutlich über die 70-Dollar-Marke, bevor am Abend, im Vorfeld des am Sonntag stattfindenden Treffens der OPEC+, Gewinnmitnahmen einsetzten. 
Das weitere Potenzial nach unten dürfte aber in nächster Zeit sehr gering bleiben, zumindest solange ein Angriff der USA auf dem Iran nicht vom Tisch ist. 
Hier geht es nicht nur um eine tägliche Fördermenge von über drei Millionen Barrel pro Tag, sondern auch um eine mögliche Ausweitung des Konfliktes auf andere Länder im Nahen Osten und vor allem auch um eine drohende Blockade der Meerenge von Hormus, über die aktuell rund 20 Prozent des globalen Ölbedarfs transportiert werden. Am Sonntag soll hier eine Übung der iranischen Streitkräfte stattfinden, weshalb eine Warnung an den Luft- und Schiffsverkehr in der Region herausgegeben wurde.

Am Devisenmarkt musste der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar gestern im Handelsverlauf weitere Verluste hinnehmen, konnte sich gegen Handelsschluss aber wieder erholen. Heute Morgen geht es mit unserer Gemeinschaftswährung bei dünner Nachrichtenlage wieder etwas abwärts.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben leider auch heute wieder mit Aufschlägen in den Handel starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung einem halben Cent pro Liter erwarten. 

Heizöl-Marktdaten

*1) Aktueller Tageskurs (Stand: 30.01.2026, 10:30 Uhr)
*2) Schlusskurs vom Vortag (29.01.2026, 22:59 Uhr)
*3) Aktueller Tageskurs (Stand: 30.01.2026, 10:30 Uhr)
*4) Schlusskurs vom Vortag (29.01.2026, 22:59 Uhr)

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