Marktbericht vom 05.03.2026
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind nach der Preisrallye der letzten Tagen gestern im frühen Handel zunächst deutlich zurückgefallen, um dann mit einsetzendem US-Handel wieder an Fahrt aufzunehmen. Heute Morgen geht es in Asien vor allem bei Gasöl bislang weiter steil bergauf, sodass auch die Heizöl-Notierungen aller Voraussicht nach deutlich im Plus starten werden.
Wöchentliche Updates zur Heizölpreis-Entwicklung von FastEnergy auf WhatsApp!
Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 83,50 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung März kostet zur Stunde 1090 Dollar. Der Euro zeigt sich im Vergleich zum Dollar stabil und wird auch heute Morgen zu Kursen knapp oberhalb von 1,16 Dollar gehandelt.
Die Absicht von US-Präsident Trump, die Ölausfuhren aus dem Persischen Golf mit Begleitschutz und günstigen Versicherungen wieder in Gang zu bringen, brachte gestern am Ölmarkt nur vorübergehend etwas Beruhigung. Die Händler zweifeln offenbar an der Möglichkeit der Umsetzung.
Währenddessen ist weiterhin kein Ende des Krieges absehbar und es mehren sich die Stimmen, die mit einem Fortgang über Wochen, wenn nicht sogar Monate rechnen. Der Irak muss mittlerweile aufgrund knapper Lagerkapazitäten die Ölförderung um fast 1,5 Millionen Barrel pro Tag reduzieren und die chinesische Regierung hat ein Verbot für Treibstoff-Exporte verhängt.
Dies schürt natürlich weiter Versorgungsängste und das schlägt sich vor allem auf die Gasölpreise nieder. Diese sind, im Gegensatz zu den Rohöl-Notierungen, die sich gerade mal in etwa auf Durchschnittsniveau der letzten drei Jahre bewegen, mittlerweile um rund 50 Prozent auf den höchsten Stand seit der Energiekrise im Zuge des Kriegsausbruchs in der Ukraine angestiegen. Die Bestände sind hier aufgrund der relativ niedrigen Temperaturen der letzten Wochen und Monate relativ gering. Bei Rohöl gab es zuletzt eher ein Überangebot.
Die gestern veröffentlichen DOE-Ölbestandsdaten spielten erwartungsgemäß keine große Rolle und wirkten sich kaum auf das Handelsgeschehen aus. Die Vorräte an Rohöl sind um 3,5, die Destillat-Bestände um 0,4 Millionen Fass angestiegen. Bei Benzin gab es hingegen einen Rückgang von 1,7 Millionen Barrel. Die Gesamtnachfrage fiel im Vergleich zur Vorwoche um rund 1,6 auf 19,9 Millionen Barrel täglich zurück.
Am Devisenmarkt gab es gestern keine größeren Kursschwankungen und so konnte sich der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar weiter über der 1,16-Dollar-Marke halten. Marktbeobachter rechnen aber damit, dass die US-Währung im Falle eines länger dauernden Krieges weiter profitieren sollte.
Auch wenn die Nachfrage mittlerweile nahezu zum Erliegen gekommen ist, steigen die Heizölpreise hierzulande weiter an. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht Aufschläge in einer Größenordnung von rund drei Cent pro Liter erwarten. Ölheizer haben im Vergleich zu Besitzern einer Gasheizung den großen Vorteil, einen eigenen Vorrat zu besitzen. Sollte dieser bis zum Ende der Heizperionde ausreichen, dürften die Chancen gut stehen, dass die Kurse bis zur nächsten Bedarfsdeckung wieder deutlich zurückgehen.
*1) Aktueller Tageskurs (Stand: 05.03.2026, 10:50 Uhr)
*2) Schlusskurs vom Vortag (04.03.2026, 23:59 Uhr)
*3) Aktueller Tageskurs (Stand: 05.03.2026, 10:50 Uhr)
*4) Schlusskurs vom Vortag (04.03.2026, 23:59 Uhr)
Die Ölpreise sind gestern zunächst weiter deutlich angestiegen, im Laufe des Tages war aber eine Stabilisierung zu beobachten. Heute Morgen ziehen die Futures aber schon wieder etwas an. Bei den Heizöl-Notierungen sind ebenfalls Aufschläge zu erwarten.
Die Ölpreise haben sich am ersten Handelstag nach Kriegsausbruch uneinheitlich entwickelt. Während es bei Rohöl zu einer Stabilisierung gekommen ist, haben die Gasölpreise weiter angezogen. In Folge ziehen auch die Heizöl-Notierungen weiter an.