Marktbericht vom 23.03.2026
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich zuletzt weiter verteuert und starten heute Morgen mit weiteren Aufschlägen in die neue Handelswoche. In Folge bleiben auch die Heizöl-Notierungen hierzulande auf dem höchsten Niveau seit dem Kriegsbeginn in der Ukraine.
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Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 113 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung April kostet zur Stunde 1390 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar wieder zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1520 Dollar gehandelt.
Der Krieg im Nahen Osten geht in die vierte Woche und nach wie vor bleibt die für die globale Wirtschaft so wichtige Straße von Hormus für die meisten Öltanker nicht passierbar.
US-Präsident Trump hat dem Iran am Samstag ein Ultimatum gestellt, die Meerenge binnen 48 Stunden wieder freizugeben. Im Falle der Nichtbeachtung würden Angriffe auf Kraftwerke erfolgen. Der iranische Außenminister Araghchi bestritt dazu gestern, dass die Straße von Hormus gesperrt sei und lenkte das Thema auf die fehlenden Versicherungen für die Reedereien. Gleichzeitig droht das Regime mit Gegenmaßnahmen und weiteren Anschlägen.
Militärexperten sind sich weiterhin unklar darüber, welches Potenzial im Waffenarsenal des Irans noch steckt, zumal erst vor kurzem völlig unerwartet ein Raketenangriff auf die Militärbasis auf Diego Garcia, einem us-britischen Stützpunkt in 4.000 km Entfernung, ausgeführt wurde.
Nach wie vor ist auch keine klare Strategie der US-Regierung erkennbar und die Drohungen heizen die Ölpreise eher weiter an. Der Markt ist und bleibt nervös, da das Ultimatum heute auslaufen wird und in Folge eine neue Eskalationsstufe erreicht werden könnte.
Die von Trump angekündigte vorübergehende Lockerung der Sanktionen gegen den Iran hat sich bislang nicht auf den Ölmarkt ausgewirkt und dabei eher Kopfschütteln bzw. Unverständnis hervorgerufen.
Am Devisenmarkt ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar wieder unter Druck geraten, nachdem die Aussichten auf baldige Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank (EZB) unsere Gemeinschaftswährung vorübergehend etwas gestützt haben. Zum Wochenstart dominieren wieder die aktuellen Nachrichten zum Krieg und der Dollar ist als Krisenwährung gesucht.
Die Heizölpreise hierzulande starten mit leichten Aufschlägen in die neue Handelswoche und bleiben somit auf dem höchsten Stand seit der Energiekrise 2022. Weiterhin halten sich Ölheizer mit Käufen stark zurück, was den physischen Markt entspannt hält. Ware ist jederzeit noch gut und ausreichend verfügbar, es ist derzeit also eine reine Preiskrise. Ob daraus noch eine Versorgungskrise werden wird, ist weiterhin schwer abschätzbar und hängt natürlich von der weiteren Entwicklung im Nahen Osten ab.
*1) Aktueller Tageskurs (Stand: 23.03.2026, 10:30 Uhr)
*2) Schlusskurs vom Vortag (20.03.2026, 23:59 Uhr)
*3) Aktueller Tageskurs (Stand: 23.03.2026, 10:30 Uhr)
*4) Schlusskurs vom Vortag (20.03.2026, 23:59 Uhr)
Die Ölpreise haben gestern nach einem erneuten Sprung nach oben bereits am Vormittag wieder die Richtung gewechselt und im weiteren Verlauf deutlich nachgeben. Bei den Heizöl-Notierungen deutet sich bislang keine gravierende Änderung an.
Die Ölpreise haben gestern einen Sprung nach oben gemacht als vermeldet wurde, dass es einen Angriff auf das größte Gasfeld der Golf-Region gegeben hat. In Folge steigen auch die Gasöl- und hierzulande auch die Heizöl-Notierungen weiter an.