Marktbericht vom 25.03.2026
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Marktbericht vom 25.03.2026

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise vorerst stabilsiert - Heizölpreise noch im Aufwärtstrend

Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 25.03.2026, 08:16 Uhr
Mögliche Diplomatie beruhigt Ölpreise - Heizöl könnte bald billiger werden

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern weiter stabilisiert, was aber wohl eher vorübergehender Natur sein dürfte. Bei den Heizöl-Notierungen hat sich der Seitwärtstrend der letzten Tage und Wochen fortgesetzt, aber auch hier muss jederzeit mit wieder stärkeren Kursbewegungen gerechnet werden.


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Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 100,50 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung April kostet zur Stunde 1245 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum Dollar gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1580 Dollar gehandelt. 

Die Hoffnung auf baldige Gespräche im Iran-Krieg hat die Rohölpreise gestern weiter stabilisiert. 
Doch die Zeit drängt und mit jedem Tag an dem die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr gesperrt bleibt und sich keine Lösung des Problems abzeichnet, erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit bald wieder deutlich steigender Ölpreise.
Das weiß natürlich auch die US-Regierung und so ist zu erwarten, dass die diplomatischen Bemühungen im Hintergrund hoch bleiben und auch weitere militärische Aktionen in Vorbereitung sind. Gestern wurde ein 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges vorgelegt, das dem Gegner über den Vermittler Pakistan übermittelt werden soll.
Der Iran hat unterdessen wohl die Bedingungen für die Meerenge von Hormus gelockert und will Schiffen von Ländern, die dem Mullah-Regime nicht feindlich gestimmt sind, freie Durchfahrt gewähren. Dies hat sich gestern ebenfalls stabilisierend auf den Ölmarkt ausgewirkt.
Dass es sich zumindest in Europa und in Nordamerika bislang nur um eine Preis- und noch um keine Versorgungskrise handelt, verdeutlichten gestern wieder die US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API), die wie üblich am Dienstagabend nach Börsenschluss vermeldet wurden und Zuwächse über alle Produktbereiche auswiesen. Heute am Nachmittag folgen die Zahlen des Department of Energy (DOE).

Am Devisenmarkt konnte der Euro ebenfalls von der Hoffnung auf Verhandlungen im Iran-Krieg profitieren und im Vergleich zum Greenbach weiter leicht hinzugewinnen. Sollte es keine Gespräche geben, dürfte aber auch der Dollar als Krisenwährung bald wieder stärker gesucht sein.

Die Heizölpreise hierzulande haben sich gestern leider weiter verteuert und sich so vom internationalen Ölmarkt abgekoppelt. Heute könnte es aber durchaus etwas nach unten gehen. Nach wie vor halten sich Ölheizer mit Käufen stark zurück, was absolut verständlich ist. Wenn, dann werden nur geringe Mengen geordert, um kurzfristige Bedarfe zu decken und/oder Zeit zu gewinnen. Dass die Notierungen noch vor Beginn der nächsten Heizperiode wieder deutlich fallen werden, ist durchaus im Bereich des Möglichen, aber sicherlich auch nicht selbstverständlich. Man sollte als Besitzer einer Ölheizung  auf jeden Fall am Ball bleiben.

Heizöl-Marktdaten

*1) Aktueller Tageskurs (Stand: 25.03.2026, 10:20 Uhr)
*2) Schlusskurs vom Vortag (24.03.2026, 23:40 Uhr)
*3) Aktueller Tageskurs (Stand: 25.03.2026, 10:20 Uhr)
*4) Schlusskurs vom Vortag (24.03.2026, 23:40 Uhr)

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