Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen heute voraussichtlich um zwei bis drei Cent pro Liter, bedingt durch höhere Ölpreise und die angespannte Lage im Iran-Konflikt. Die anhaltende Unsicherheit und Kaufzurückhaltung könnten die Versorgung im weiteren Jahresverlauf erschweren.
Marktbericht vom 23.04.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen heute voraussichtlich um zwei bis drei Cent pro Liter, bedingt durch höhere Ölpreise und die angespannte Lage im Iran-Konflikt. Die anhaltende Unsicherheit und Kaufzurückhaltung könnten die Versorgung im weiteren Jahresverlauf erschweren.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben auch gestern weiter zugelegt und die Brent-Futures sind wieder deutlich über die 100-Dollar-Marke angestiegen. In Folge starten leider auch die Heizöl-Notierungen hierzulande aller Voraussicht nach mit Aufschlägen.
Wöchentliche Updates zur Heizölpreis-Entwicklung von FastEnergy auf WhatsApp!
Aktuell stehen die Juni-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 103 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Mai kostet zur Stunde 1.207 Dollar. Der Euro fällt sich im Vergleich zum Dollar erneut zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,17 Dollar gehandelt.
Im Krieg zwischen den USA und dem Iran hat sich eine Art Patt-Situation eingestellt. Die aktuelle fortgeführte Waffenruhe ist nach aktueller Lage zwar keine Lösung für die verfahrene Situation, bietet aber immerhin wohl noch die Möglichkeit, die Gespräche fortzusetzen.
Ob es aber dazu kommen wird, ist nach wie vor unklar, auch wenn US-Präsident Trump immer wieder neue Termine und Fristen ins Spiel bringt. Das iranische Regime lehnt bislang kategorisch neue Verhandlungen und Lösungsvorschläge ab, solange die US-Marine die iranischen Häfen blockiert. Gestern wurden von beiden Seiten die Beschlagnahmung von Tankern und Handelsschiffen vermeldet.
Fast schon unnötig ist in diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass auch die Straße von Hormus weiter nicht passierbar ist und somit nach wie vor nur sehr wenig Öl aus der Golfregion in Abnehmer aus aller Welt gelangt.
Die gestern vom Department of Energy (DOE) vermeldeten Ölbestandsdaten aus den USA fielen im Großen und Ganzen neutral aus. Während bei Rohöl ein leichter Anstieg von 1,9 Millionen Barrel ermittelt wurde, gingen die Produktbestände deutlich um 8 Millionen Fass zurück. Gleichzeitig ging die Gesamtnachfrage aber deutlich um rund 1 auf 19,7 Millionen Barrel pro Tag zurück
Am Devisenmarkt drückt die verfahrene Situation im Iran-Krieg auf den Euro, da der US-Dollar als Krisenwährung wieder verstärkt gesucht ist. Außerdem ist das gestern veröffentlichte EU Verbrauchervertrauen per April von minus 16,3 auf minus 20,6 Punkte zurückgefallen.
Die Heizölpreise hierzulande starten in Folge leider auch heute wieder mit Aufschlägen in den Handel. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von zwei bis drei Cent pro Liter erwarten. Die Ölheizer bleiben größtenteils weiter in Wartestellung, woraus mit zunehmender Dauer durchaus eine problematische Lage werden könnte. Mit jedem Monat der Kaufzurückhaltung steigt die Wahrscheinlichkeit einer Überlastung der Logistik des Handels im Spätsommer bzw. Herbst, zumal der lange und kalte Winter stark an den Vorräten der Ölheizer gezehrt hat.
Die Ölpreise haben gestern im späten Handel deutlich angezogen. Heute Morgen gibt es aber die Meldung, dass der Waffenstillstand im Iran-Krieg auf unbestimmte Zeit verlängert wurde. In Folge geht es heute Morgen bislang wieder etwas nach unten.
Die Ölpreise haben gestern nach der ersten Reaktion auf die erneute Sperrung der Straße von Hormus schnell wieder ins Minus gedreht und auch heute morgen geht es bislang nach unten. In Folge könnte es bei den Heizöl-Notierungen weitere Abschläge geben.