Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise bleiben aktuell weitgehend stabil, es ist jedoch ein leichter Anstieg von bis zu einem Cent pro Liter im Tagesverlauf durchaus möglich. Grund dafür ist die anhaltende Unsicherheit im Nahen Osten und die verringerte Verfügbarkeit von Öl aufgrund gesperrter Transportwege und sinkender Ölbestände.
Marktbericht vom 20.05.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise bleiben aktuell weitgehend stabil, es ist jedoch ein leichter Anstieg von bis zu einem Cent pro Liter im Tagesverlauf durchaus möglich. Grund dafür ist die anhaltende Unsicherheit im Nahen Osten und die verringerte Verfügbarkeit von Öl aufgrund gesperrter Transportwege und sinkender Ölbestände.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten bleiben aufgrund der insgesamt verfahrenen Situation im Nahen Osten und zu dieser ausbleibenden Neuigkeiten weiter auf Richtungssuche. Entsprechend bewegen sich auch die Heizöl-Notierungen hierzulande weiter seitwärts.
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Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 110,30 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Juni kostet zur Stunde 1.212 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar weiter zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,16 Dollar gehandelt.
Die Nachrichtenlage im Nahost-Konflikt ist gestern ungewöhnlich ruhig geblieben, nachdem US-Präsident Trump einen angeblich geplanten Angriff auf den Iran kurzfristig abgesagt hat, um neuen Verhandlungen eine Chance zu geben.
Bemerkenswert war dabei sicherlich die Tatsache, dass dies angeblich auf Bitten der arabischen Golfstaaten geschehen ist, was vermuten lässt, dass teilweise ohne us-amerikanischer Beteiligung um eine Lösung gerungen wird. Dies gibt in gewisser Weise Hoffnung, denn die Herangehensweise Washingtons ließ der Gegenseite in der Vergangenheit wohl wenig Spielraum und endete immer wieder in einer Sackgasse. Zuletzt reagierten die Händler auch kaum mehr auf die Posts von Trump, was kaum verwunderlich ist.
Fakt ist, dass die Straße von Hormus nun bereits seit mehr als zehn Wochen gesperrt ist und sich die globalen Ölbestände permanent verringern, was nach Meinung von immer mehr Analysten zu einem weiteren Anstieg der Ölpreise führen könnte.
Mittlerweile spiegelt sich die Verknappung auch immer mehr in den US-Ölbestandsdaten wider. Gestern vermeldete das American Petroleum Institute (API) einen massiven Rückgang der Rohöl-Vorräte und auch bei Benzin sind die Bestände deutlich zurückgegangen. Bislang hat der Markt aber auf die Zahlen kaum reagiert und wartet auf den offiziellen Bericht des Department of Energy (DOE), der heute am späten Nachmittag veröffentlicht wird.
Am Devisenmarkt fällt der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar immer weiter zurück. Mittlerweile ist hier der niedrigste Stand seit rund sechs Wochen erreicht. Unsere Gemeinschaftswährung leidet unter der Sorge vor einer neuen Eskalation der Lage im Nahen Osten, während die US-Währung als "sicherer Hafen" wieder verstärkt gesucht wird.
Die Heizölpreise hierzulande bewegen sich seit Wochen wie an der Schnur gezogen seitwärts und auch heute ist nur mit wenig Veränderung zu rechnen. Aktuelle Berechnungen und erste Preisbewegungen lassen wenn dann nur geringe Aufschläge in einer Größenordnung von bis zu einem Cent pro Liter erwarten. Große Sorgen bereitet dem Heizöl-Handel nach wie vor die seit Wochen anhaltende Kaufzurückhaltung, die befürchten lässt, dass es spätestens im Herbst zu einer massiven Überlastung der Kapazitäten kommen wird. Da es bis dahin wohl auch keinen signifikanten Rückgang der Notierungen geben wird, raten wir weiterhin dringend zum rechtzeitigen Kauf einer Teilmenge.
Nachdem die Ölpreise gestern kurzzeitig etwas gesunken sind, warten die Märkte nun ab, ob der von Trump abgesagte Militärschlag gegen den Iran zu einer längeren Entspannung führt. Entsprechend befinden sich auch die Heizöl-Notierungen in Wartestellung und
Die Ölpreise starten leider mit deutlichen Aufschlägen in die neue Handelswoche, da eine Eskalation im Konflikt zwischen dem Iran und den USA zu befürchten ist. In der Folge ziehen leider auch die Heizöl-Notierungen wieder deutlich an.