Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen heute voraussichtlich um bis zu einem Cent pro Liter, da die Ölpreise an den internationalen Märkten aufgrund der unsicheren Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zulegen. Die Marktteilnehmer sind vor allem wegen der unklaren Zukunft des Friedensabkommens und der Öffnung der Straße von Hormus besorgt.
Marktbericht vom 19.06.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen heute voraussichtlich um bis zu einem Cent pro Liter, da die Ölpreise an den internationalen Märkten aufgrund der unsicheren Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zulegen. Die Marktteilnehmer sind vor allem wegen der unklaren Zukunft des Friedensabkommens und der Öffnung der Straße von Hormus besorgt.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind gestern nach einem schwachen Beginn gestiegen. Heute Morgen legen sie im asiatisch geprägten Handel bislang weiter zu. Auch die Heizölpreise ziehen dadurch an.
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Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 80 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Juli kostet zur Stunde 884 Dollar. Der Euro wird heute Morgen zu Kursen um 1,1446 Dollar gehandelt.
Die Marktteilnehmer versuchen weiterhin einzuschätzen, welche Folgen die Mitte der Woche unterzeichnete Absichtserklärung zwischen Washington und Teheran für die Öltransporte im Golf haben könnte. Offen ist zudem, wie lange das vorläufige Abkommen Bestand hat und ob es den USA und dem Iran gelingt, innerhalb von 60 Tagen ein endgültiges Abkommen daraus zu machen.
Das US-Zentralkommando für die Region teilte am Donnerstag mit, dass die Seeblockade für Schiffe mit Ziel oder Ausgangspunkt iranischer Häfen aufgehoben wurde. Erste Schiffe konnten die Straße von Hormus bereits wieder passieren.
Während einige Länder am Persischen Golf ihre Fördermengen schon wieder erhöhen oder dies zumindest ankündigen, versuchen die Marktteilnehmer abzuschätzen, wie viel Öl kurzfristig zusätzlich auf den Markt kommen könnte. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie lange es dauern wird, bis sich die Lieferketten wieder weitgehend normalisieren. Die Einschätzungen dazu gehen deutlich auseinander, während die weltweiten Ölreserven weiter sinken.
Zum Ende der Woche rückt erneut die Frage in den Mittelpunkt, wie lange die Straße von Hormus geöffnet bleibt. Da es im Libanon zwischen Israel und der Hisbollah weiterhin keine Waffenruhe gibt, könnte das vorläufige Friedensabkommen rasch wieder gefährdet sein. Medienberichten zufolge wurde die erste Gesprächsrunde über ein endgültiges Abkommen, die heute im schweizerischen Bürgenstock stattfinden sollte, bereits verschoben. Grund dafür ist, dass der Iran in der Absichtserklärung eine Waffenruhe an allen Fronten gefordert hatte, also auch im Libanon.
Gleichzeitig bleibt die OPEC bei ihrem langfristigen Ausblick für die Ölnachfrage zuversichtlich. In ihrem neuen World Oil Outlook geht sie davon aus, dass die weltweite Nachfrage nach Öl noch über das Jahr 2050 hinaus steigen wird. Der wichtigste Wachstumstreiber dürfte künftig jedoch nicht mehr China, sondern Indien sein. Für China fallen die kurzfristigen Nachfrageaussichten eher schwach aus. Die Nachfrage des zweitgrößten Ölverbrauchers der Welt dürfte im laufenden Jahr auf 753 Millionen Tonnen sinken. Das wäre ein Rückgang um 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
An den Ölbörsen überwiegt heute Morgen jedoch die Sorge über die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Die Kontrakte nähern sich bereits wieder den Hochs vom Vortag. WTI hat dieses Niveau sogar schon überschritten. Auch bei den Inlandspreisen ergibt sich daher rein rechnerisch derzeit Potenzial für Aufschläge gegenüber gestern.
Die Heizölpreise hierzulande werden heute wohl weiter anziehen. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen Aufschläge in einer Größenordnung von bis zu einem Cent pro Liter erwarten.
Die Ölpreise sind weiter zurückgefallen und erreichen damit einen neuen Tiefststand seit Beginn des Iran-Konflikts. Auch die Heizölpreise geben weiter nach und sind inzwischen so günstig wie seit Ende Februar nicht mehr.
Die Ölpreise sind gestern im Laufe des Tages weiter gefallen und starten daher heute Morgen auf niedrigerem Niveau als gestern in den asiatisch geprägten Handel. Grund dafür ist weiterhin das vorläufige Iran-Abkommen und die Hoffnung auf eine weitere Norm