Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise starten heute stabil, könnten im Tagesverlauf aber um ein bis zwei Cent pro Liter steigen, da die Gasöl-Futures deutlich gestiegen sind und die Versorgung durch Streiks und Knappheiten angespannt bleibt. Die angespannte Lage im Nahen Osten und die Gefahr von Lieferengpässen im Herbst verstärken die Preiserwartung.
Marktbericht vom 01.07.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise starten heute stabil, könnten im Tagesverlauf aber um ein bis zwei Cent pro Liter steigen, da die Gasöl-Futures deutlich gestiegen sind und die Versorgung durch Streiks und Knappheiten angespannt bleibt. Die angespannte Lage im Nahen Osten und die Gefahr von Lieferengpässen im Herbst verstärken die Preiserwartung.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern erneut in unterschiedlicher Richtungen bewegt. Die deutlich gestiegenen Gasöl-Futures führen dazu, dass die Heizöl-Notierungen heute aller Voraussicht nach mit Aufschlägen in den Tag starten.
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Aktuell stehen die September-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei gut 73 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Juli kostet zur Stunde 940 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum Dollar etwas verbessern und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1410 Dollar gehandelt.
Auch wenn sich am Ölmarkt derzeit alles wieder in Richtung Normalität zu bewegen scheint, so bleibt die Situation im Nahen Osten angespannt und die Lage fragil. Derzeit soll in Doha indirekt zwischen den USA und Iran weiterverhandelt werden und ein Thema dabei ist sicherlich die freie Fahrt durch die Straße von Hormus. Der Iran und der Oman möchten hier ja bekanntlich ein Mautsystem einführen.
Aktuell ist der Transport durch die Meerenge wohl weiter bedingt möglich und so bleiben die Rohölpreise auf Entspannungsmodus. Die meisten Analysten zeigen sich weiterhin optimistisch, was eine neue Reuters-Umfrage belegt.
Auch eine Meldung aus den Vereinigten Arabischen (VAE), wonach hier die Exporte von Öl- und Kondensate im Juni auf ein Rekordhoch von 3,7 Millionen Barrel pro Tag angestiegen ist, gibt Hoffnung, dass sich die Versorgungslage weiter schnell stabilisiert, zumindest was Rohöl anbetrifft.
Deutlich anders sieht es derzeit leider bei Gasöl, dem unversteuerten Vorprodukt von Heizöl und Diesel aus. Hier ist die Lage durch Streiks in Belgien und Norwegen, durch Niedrigwasser und vor allem durch die Kraftstoffknappheit in Russland sehr angespannt und die Notierungen haben sich deutlich von der Entwicklung der Rohöl-Futures abgekoppelt.
Die gestern nach Börsenschluss vermeldeten US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) fielen gemischt aus. Bei Rohöl gab ein unerwartet deutliches Minus, bei den Destillaten einen überraschenden Aufbau. Heute am Nachmittag werden die wesentlich umfang- und auch einflussreicheren Zahlen des Department of Energy (DOE) veröffentlicht.
Am Devisenmarkt gab es gestern keine größeren Kursbewegungen zwischen dem Euro und dem US-Dollar. Die Verbraucherpreise in Deutschland sind per Juni deutlich weniger gestiegen als erwartet, was weiter Druck von der EZB nimmt.
Die Heizölpreise starten heute noch stabil, werden sich mit höher Wahrscheinlichkeit im Laufe des Tages nach oben bewegen. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von ein bis zwei Cent pro Liter erwarten. Die Gefahr von Lieferengpässen im Herbst bleibt weiter hoch und so beginnen die Ölheizer auch langsam mit dem Einlagern. Die Nachfrage zieht etwas an!
Die Ölpreise bewegen sich unter Schwankungen weiter seitwärts, auf uneinheitlichem Niveau. In Folge setzt sich auch bei den Heizöl-Notierungen die stabile Entwicklung der letzten Tage fort.
Die Ölpreise zeigen sich zum Start in die neue Woche wenig beeindruckt von den neuen Kämpfen am Persischen Golf und bleiben auf niedrigem Niveau. In Folge setzen auch die Heizöl-Notierungen ihren Seitwärtstrend der letzten Zeit fort.