Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen aktuell aufgrund von Unsicherheiten in der Ölversorgung und reduzierten Raffineriekapazitäten in Russland. Es wird im Tagesverlauf ein Anstieg von ein bis zwei Cent pro Liter erwartet.
Marktbericht vom 07.07.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen aktuell aufgrund von Unsicherheiten in der Ölversorgung und reduzierten Raffineriekapazitäten in Russland. Es wird im Tagesverlauf ein Anstieg von ein bis zwei Cent pro Liter erwartet.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten tendieren aktuell nach oben und bei Gasöl ist der höchste Stand seit Mitte Juni erreicht. In Folge ziehen leider auch die Heizöl-Notierungen hierzulande, trotz anhaltender Nachfrageflaute, weiter an.
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Aktuell stehen die September-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 72,70 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Juli kostet zur Stunde 980 Dollar. Der Euro tritt im Vergleich zum Dollar auf der Stelle und wird auch heute Morgen zu Kursen um 1,1430 Dollar gehandelt.
Auch wenn die Rohölpreise bereits in etwa wieder das Niveau vor dem Angriff der USA und Israels auf den Iran erreicht haben, bleibt die Lage am Persischen Golf von großer Unsicherheit geprägt.
Gestern gab es wieder neue Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus die verdeutlichen, dass man in der globalen Ölversorgung von einer Normalisierung noch weit entfernt ist.
Dies gilt vor allem für Ölprodukte wie Mitteldestillate oder Benzin. Die mittlerweile stark dezimierten Raffineriekapazitäten Russlands haben zu einer massiven Verknappung am Treibstoffmarkt geführt. Auch wenn europäische Länder nur noch geringe Mengen aus Russland beziehen, so fehlen die Mengen am globalen Markt, die über andere Versorgungswege beschafft werden müssen, was die Preise natürlich entsprechend in die Höhe treibt.
Gestern wurde die größte Raffinerie des Landes im sibirischen Omsk angegriffen, das rund 2.700 Kilometer vom ukrainisch kontrollierten Gebiet entfernt liegt. Die Anlage hat eine Kapazität von über 450.000 Barrel pro Tag und soll teilweise in Brand geraten sein. Das genaue Ausmaß der Schäden ist wohl noch nicht bekannt.
Mittlerweile gehen konservative Schätzungen davon aus, dass per Anfang Juli rund ein Drittel der russischen Ölverarbeitungskapazitäten außer Betrieb sind, so dass deutlich über zwei Millionen Fass pro Tag fehlen.
Am Devisenmarkt bleiben die Kursbewegungen zwischen dem Euro und dem US-Dollar weiterhin recht gering. Zuletzt eher positiv ausgefallene Konjunkturdaten aus der EU wirkten sich kaum auf den Kurs unserer Gemeinschaftswährung aus.
Die Heizölpreise hierzulande werden sich aller Voraussicht nach leider auch heute wieder verteuern. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen im Tagesverlauf Aufschläge in einer Größenordnung von ein bis zwei Cent pro Liter erwarten. Dies obwohl die Inlandnachfrage wieder völlig zusammengebrochen ist und sich die Bedarfsdeckung immer mehr auf den Spätsommer bzw. Herbst konzentriert. Bei begrenzten Ausfuhrkapazitäten werden dann sehr schnell extrem lange Lieferzeiten die Folge sein. Wer knapp bei Tank ist und bei Beginn der Heizperiode in wenigen Wochen keinen Leerstand riskieren will, sollte lieber früher als später bestellen, zumal sich die Aussichten auf fallende Preise zuletzt eher wieder verschlechtert haben.
Die Ölpreise entwickeln sich weiter entgegengesetzt. Bei Rohöl kam es am Freitag zu keinen größeren Veränderungen, die Gasöl-Futures verteuerten sich aber erneut. In Folge tendieren auch die Heizöl-Notierungen weiter nach oben.
Die Ölpreise sind auch gestern wieder unterschiedliche Wege gegangen. Diesmal gab es Aufschläge bei Rohöl, während sich die Gasöl-Futures im Großen und Ganzen seitwärts bewegt haben. In Folge bleiben auch die Heizöl-Notierungen stabil.