Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise starten voraussichtlich mit einem Rückgang von ein bis maximal zwei Cent pro Liter in den Tag, bedingt durch sinkende Nachfrage und Unsicherheiten am Ölmarkt aufgrund der unklaren Lage im Nahen Osten. Die Fortsetzung der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sowie das russische Diesel-Exportverbot sind die wichtigsten Gründe für die erhöhte Volatilität.
Marktbericht vom 10.07.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise starten voraussichtlich mit einem Rückgang von ein bis maximal zwei Cent pro Liter in den Tag, bedingt durch sinkende Nachfrage und Unsicherheiten am Ölmarkt aufgrund der unklaren Lage im Nahen Osten. Die Fortsetzung der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sowie das russische Diesel-Exportverbot sind die wichtigsten Gründe für die erhöhte Volatilität.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im Laufe des Handel nachgegeben, nachdem es in den Vortagen zu massiven Aufschlägen gekommen war. Gleiches gilt für die Heizöl-Notierungen, die heute aller Voraussicht nach etwas zurückfallen werden.
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Aktuell stehen die September-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 76,25 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Juli kostet zur Stunde 1.032 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum Dollar gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1440 Dollar gehandelt.
Ungeachtet der weiterlaufenden gegenseitigen Angriffe werden die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran bislang wohl weiter fortgesetzt. Ob diese den Konflikt doch noch in Richtung Frieden lenken können, oder aber die Fronten bereits wieder verhärtet sind, ist kaum abschätzbar.
Entsprechend verunsichert ist der Ölmarkt. Die Rohölpreise sind gestern spürbar zurückgefallen, bleiben aber auf Wochensicht deutlich im Plus.
Neben der Fortführung der Gespräche haben auch Trackingdaten, die eine deutliche Zunahme von iranischen Tankertransporten zeigen, für Druck auf die Ölpreise gesorgt.
Ob und wann ein normaler Verkehr durch die Straßen von Hormus wieder möglich sein wird, ist ebenso vage wie der weitere Verlauf der Verhandlungen. Entsprechend fordert der Markt wieder eine Risikoprämie ein, die zumindest dafür sorgen sollte, dass die Futures in naher Zukunft kaum mehr das Niveau zu Monatsbeginn erreichen werden.
Auch bei den Destillaten sieht es derzeit nicht gut aus. Das russische Exportverbot für Diesel verknappt das globale Angebot hier erheblich, sodass die Gasölpreise im Vergleich zu den Rohöl-Futures überproportional hoch bleiben.
Die neue Situation im Nahen Osten hat die in dieser Woche veröffentlichten Monatsreports obsolet werden lassen. Heute kommt noch die neue Einschätzung der IEA, die aber, wie die Kollegen der EIA und der OPEC, derzeit im Dunkeln stochern.
Am Devisenmarkt bleibt es bei einem recht ruhigen Handel, in dem der Euro im Vergleich zum Dollar am Morgen minimal zulegen konnte. Etwas Bewegung könnte der heute zur Veröffentlichung anstehende deutsche Verbraucherpreisindex bringen.
Wie eingangs bereits erwähnt, werden die Heizölpreise heute eher nachgebend erwartet. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von ein bis maximal zwei Cent pro Liter erwarten. Nachdem die Nachfrage am Mittwoch noch deutlich angezogen hatte, ist der Bestelleingang nun leider schon wieder etwas zurückgegangen. Leider deshalb, weil jeder Tag mit schwachen Umsätzen die Liefersituation im Spätsommer bzw. Herbst zusätzlich verschärft.
Die Ölpreise haben seit Montag um deutlich mehr als zehn Prozent zugelegt, nachdem die Lage im Nahen Osten wieder eskaliert ist. Auch bei den Heizöl-Notierungen gibt es aktuell kein Halten mehr, die Preise schießen nach oben.
Die Ölpreise haben gestern im späten Handel deutlich angezogen, nachdem aus der Golf-Region neue Angriffe gemeldet worden sind. In Folge starten auch die Heizöl-Notierungen mit weiteren Aufschlägen.