Marktbericht vom 22.07.2026
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Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 22.07.2026, 08:18 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise steigen heute voraussichtlich um bis zu einem Cent pro Liter, bedingt durch gestörte Lieferwege im Nahen Osten und Unsicherheiten durch Tropensturm Bertha. Die Risiken weiterer Preissteigerungen bleiben hoch, da die globale Ölversorgung durch Konflikte und Produktionsausfälle zunehmend gefährdet ist.

Marktbericht vom 22.07.2026

Heizöl-Markt aktuell: Neuer Angebotsschock? Ölpreise steigen auf 6-Wochen-Hoch

Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 22.07.2026, 08:18 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise steigen heute voraussichtlich um bis zu einem Cent pro Liter, bedingt durch gestörte Lieferwege im Nahen Osten und Unsicherheiten durch Tropensturm Bertha. Die Risiken weiterer Preissteigerungen bleiben hoch, da die globale Ölversorgung durch Konflikte und Produktionsausfälle zunehmend gefährdet ist.

Neue Störungen des Schiffsverkehrs bringen steigende Öl- und Heizölpreise

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern deutlich angezogen, nachdem die Huthi-Rebellen nach eigenen Angaben den Schiffsverkehr durch die Meerenge von Bab al-Mandab zumindest gestört haben. In Folge geht es leider auch mit den Heizöl-Notierungen wieder nach oben.


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Aktuell stehen die September-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei knapp 92 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung August kostet zur Stunde 1.212 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar erneut leicht zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1410 Dollar gehandelt. 

Die den Ölmarkt betreffenden Krisenherde werden leider nicht weniger, sondern nehmen derzeit zu. Nachdem die Huthi-Rebellen bereits vor einigen Tagen angekündigt haben, die Meerenge von Bab al-Mandeb zu blockieren, um die Ölexporte Saudi-Arabiens zu behindern, mussten gestern wohl erste Schiffe wenden und auf alternative Routen ausweichen. S
Sollte es den Huthis tatsächlich gelingen, ein weiteres Nadelöhr für Exporte aus der Nahost-Region zu blockieren, würde dies die globale Ölversorgung massiv gefährden und wohl einen neuen Angebotsschock auslösen. Immerhin werden aktuell rund 7 Millionen Barrel pro Tag über die Meerenge am Eingang zum Roten Meer transportiert.
Noch geht der Großteil der Marktteilnehmer wohl davon aus, dass dieses Problem nicht von Dauer sein wird und US-Präsident Trump hat bereits angekündigt, sich "um die Sache zu kümmern".
Ein mittlerweile großes Problem ist aber auch der Verladestopp am CPC-Terminal im Schwarzen Meer. Hier wurden zuletzt mehrere Tanker durch ukrainische Drohnen angegriffen, sodass die Reedereien den Hafen bei Noworossijsk nicht mehr ansteuern wollen und somit Kasachstan gezwungen wäre, die Ölproduktion zu drosseln.
Doch damit noch nicht genug. Tropensturm Bertha nimmt aktuell Kurs auf die US-Ölanlagen im Golf von Mexiko und droht aufgrund der eher geringen Geschwindigkeit ein größeres Problem für die dort ansässigen Offshore-Anlagen zu werden.
Ein kleiner eher preisdrückender Faktor waren die gestern nach Börsenschluss veröffentlichten API-Ölbestandsdaten. Der überraschende leichte Zuwachs bei Rohöl und Destillaten wirkte sich aber kaum in einem von bullischen Faktoren bestimmten Marktumfeld aus.
 
Am Devisenmarkt bleibt der Euro im Vergleich zum Dollar in diesen Tagen leicht unter Druck. Die zuletzt wieder gestiegenen Rohölpreise und auch Unsicherheiten im Iran-Krieg stützen die US-Währung. Der gestern überraschend positiv ausgefallene ZEW Konjunkturerwartungsindex in der EU wurde von den Händlern mehr oder weniger ignoriert.

Die Heizölpreise starten unter diesen Voraussetzungen leider mit Aufschlägen in den heutigen Handelstag. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von rund einem Cent pro Liter erwarten. Insgesamt nehmen die Risiken weiterer Preissteigerungen weiter zu, während der Großteil der Verbraucher auf Rückgänge wartet, um die unterdurchschnittlich gefüllten Tanks zu füllen. Diese Entwicklung birgt erhebliche Risiken, da im Herbst eine massive Überlastung der Logistik und in Folge Versorgungsprobleme zu erwarten sind.

Heizöl-Marktdaten

22.07.26, 10:40 Uhr
 
22.07.: 156,14 €
21.07.: 156,14 €
22.07.26, 10:40 Uhr
 
22.07.: 1.233,00 $
21.07.: 1.217,25 $
22.07.26, 10:40 Uhr
 
22.07.: 93,80 $
21.07.: 91,57 $
22.07.26, 10:40 Uhr
 
22.07.: 0,8763 €
21.07.: 0,8772 €

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