Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen heute um voraussichtlich 3 bis 4 Cent pro Liter, was vor allem auf die wieder gestiegenen geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und das Risiko von Lieferunterbrechungen zurückzuführen ist. Zudem stützen schwächere US-Konjunkturdaten die Preise durch gedämpfte Zinserwartungen.
Marktbericht vom 11.08.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen heute um voraussichtlich 3 bis 4 Cent pro Liter, was vor allem auf die wieder gestiegenen geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und das Risiko von Lieferunterbrechungen zurückzuführen ist. Zudem stützen schwächere US-Konjunkturdaten die Preise durch gedämpfte Zinserwartungen.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten starten leider mit deutlichen Aufschlägen in den Handelstag, nachdem die angespannte Lage im Nahen Osten die Hoffnung auf einen baldigen Frieden weiter schwinden lässt. In Folge geht es auch mit den Heizöl-Notierungen weiter nach oben.
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Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 89 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung August kostet zur Stunde 1.336 Dollar. Der Euro wird heute Morgen zu Kursen um 1,1535 Dollar gehandelt.
Die Rohölpreise sind mit Aufschlägen in die neue Handelswoche gestartet. Ausschlaggebend ist vor allem, dass die Hoffnung auf eine baldige Wiederöffnung der Straße von Hormus erneut einen Dämpfer erhalten hat. Der Iran macht die Freigabe der strategisch wichtigen Schifffahrtsroute von mehreren Bedingungen abhängig, weshalb eine rasche Entspannung derzeit unwahrscheinlich erscheint.
Auch die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, vorerst auf wirtschaftliche Sanktionen statt auf weitere militärische Maßnahmen zu setzen, konnte den Ölmarkt bislang kaum entlasten. Solange das Risiko möglicher Lieferunterbrechungen bestehen bleibt, dürfte der geopolitische Risikoaufschlag die Ölpreise weiter stützen.
Zusätzliche Unsicherheit geht weiterhin von den Huthi-Rebellen aus. Medienberichten zufolge wurde am Wochenende erneut eine Raffinerie im saudi-arabischen Dschizan angegriffen. Zwar erklärte Saudi Aramco zuletzt, dass die Ölproduktion bislang nicht nennenswert beeinträchtigt wurde, dennoch bleibt das Risiko einer weiteren Eskalation bestehen.
Etwas positivere Signale kommen dagegen aus dem Ukraine-Krieg. Nach Angaben eines US-Regierungsvertreters hat Kiew zugesichert, Ölinfrastruktur und Tanker im Schwarzen Meer außerhalb Russlands nicht anzugreifen. Davon könnte insbesondere Kasachstan profitieren, dessen Rohölexporte zuletzt unter den Angriffen gelitten hatten.
Unterstützung erhalten die Ölpreise zudem durch die jüngsten US-Konjunkturdaten. Schwächere Arbeitsmarktzahlen haben die Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung der US-Notenbank gedämpft. Niedrigere Zinsen gelten als förderlich für die Konjunktur und damit auch für die Nachfrage nach Rohöl.
Die Heizölpreise starten deshalb heute leider mit deutlichen Aufschlägen in den Tag. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von 3 bis 4 Cent pro Liter erwarten.
Die Ölpreise starten fester in die neue Handelswoche. Die Heizölpreise in Deutschland bleiben hingegen weitgehend stabil und bewegen sich weiter auf dem Niveau vom Freitag.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern weiter deutlich zugelegt und sind auf Tageshoch aus dem Handel gegangen. Folglich tendieren auch die Heizöl-Notierungen hierzulande weiter nach oben.