Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen aktuell stark an, da die Ölpreise durch neue Eskalationen im Konflikt zwischen den USA und dem Iran sowie knappe Raffineriekapazitäten deutlich nach oben getrieben werden. Es wird ein Anstieg von etwa drei bis fünf Cent pro Liter erwartet, da die Versorgungslage angespannt bleibt.
Marktbericht vom 02.09.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen aktuell stark an, da die Ölpreise durch neue Eskalationen im Konflikt zwischen den USA und dem Iran sowie knappe Raffineriekapazitäten deutlich nach oben getrieben werden. Es wird ein Anstieg von etwa drei bis fünf Cent pro Liter erwartet, da die Versorgungslage angespannt bleibt.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern förmlich einen Sprung nach oben gemacht und bei Gasöl ist eine Verteuerung um rund 100 Dollar pro Tonne oder gut 7 Prozent zu beklagen. In Folge ziehen leider auch die Heizöl-Notierungen weiter kräftig an.
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Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 95,30 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung September kostet zur Stunde 1.445 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar etwas zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1580 Dollar gehandelt.
Nachdem die neuen Eskalationen im Krieg zwischen den USA und dem Iran die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung und in Folge auf eine Normalisierung der Öllieferungen aus dem Persischen Golf ein weiteres Mal zerstört haben, kennen die Ölpreise kein Halten mehr.
Die Händler scheinen nun langsam zu realisieren, dass es vor allem in den sehr nachfragestarken letzten Wochen des Jahres zu einer Knappheit bei der Versorgung mit Ölprodukten kommen könnte. Vor allem bei Kraftstoffen und Heizöl ist die Lage durch die massiven Ausfälle bei den russischen Raffinerien prekär. Was hilft es, wenn es zwar genug Rohöl gibt, aber nicht genügend Verarbeitungskapazitäten verfügbar sind?
Die US-Vorräte bei Destillaten sind in den letzten Wochen auf den tiefsten Stand seit etwa 30 Jahren gefallen. Wenn die heute am Nachmittag erwarteten Zahlen des Department of Energy (DOE) hier einen weiteren deutlichen Rückgang zeigen, könnte es mit den Futures durchaus weiter kräftig nach oben gehen.
Die gestern nach Börsenschluss veröffentlichten Daten des American Petroleum Institute (API) haben hier durch einen eher moderaten Rückgang zwischenzeitlich etwas Beruhigung gebracht, der Einfluss der DOE-Zahlen ist aber wesentlich stärker.
Mittlerweile haben die Gasölpreise, die für die Preisbildung am Heizölmarkt entscheidend sind, fast wieder das Niveau zu Kriegsbeginn erreicht, bei Rohöl sind die Höchststände hingegen noch in weiter Ferne.
Am Devisenmarkt war der US-Dollar gestern als Krisenwährung wieder etwas stärker gefragt und hat entsprechend gegenüber dem Euro etwas an Wert gewonnen. Dies obwohl der EU-Verbraucherpreisindex im August um 3,3 Prozent gestiegen ist und eine Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB) bei der nächsten Sitzung als ausgemacht gilt.
Die Heizölpreise kennen aktuell kein Halten mehr. Auch heute ist auch morgendlicher Sicht ein Anstieg in einer Größenordnung von drei bis fünf Cent pro Liter zu erwarten. Dies ist umso dramatischer, da viele Ölheizer noch nicht getankt und auf fallende Preise gehofft haben. Nun stehen die Notierungen zum baldigen Start der Heizperiode auf dem höchsten Stand seit Monaten. Vielen Verbraucher können die hohen Beträge nicht stemmen und/oder hoffen auf einen Rückgang im Winter und bestellen deshalb vorerst nur eine Teilmenge.
Die Ölpreise sind gestern im Tagesverlauf weiter angestiegen und starten auch heute im frühen Handel mit fester Tendenz. Bei den Heizöl-Notierungen geht es in Folge ebenfalls weiter aufwärts.
Die Ölpreise haben zum Wochenstart deutlich zugelegt, nachdem es im Iran-Krieg erstmals seit Anfang Juli wieder zu Angriffen durch die USA gekommen ist. In Folge geht es auch mit den Heizöl-Notierungen hierzulande voraussichtlich nach oben.