Marktbericht vom 10.09.2026
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Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 10.09.2026, 08:28 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise sind gestern auf den höchsten Stand seit Mitte April gestiegen, getrieben durch anhaltende Spannungen im Nahen Osten und eine angespannte Lage im Ukraine-Krieg. Für den heutigen Tag wird ein leichter Rückgang von bis zu einem halben Cent pro Liter erwartet, eine nachhaltige Trendwende ist jedoch unwahrscheinlich.

Marktbericht vom 10.09.2026

Heizöl-Markt aktuell: Gasölpreise nehmen Kurs auf Allzeithoch - Heizölpreise erreichen höchsten Stand seit April

Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 10.09.2026, 08:28 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise sind gestern auf den höchsten Stand seit Mitte April gestiegen, getrieben durch anhaltende Spannungen im Nahen Osten und eine angespannte Lage im Ukraine-Krieg. Für den heutigen Tag wird ein leichter Rückgang von bis zu einem halben Cent pro Liter erwartet, eine nachhaltige Trendwende ist jedoch unwahrscheinlich.

Kein Kriegsende in Sicht - Ölpreise weiter auf dem Weg nach oben

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind im gestrigen Handelsverlauf weiter angestiegen. Während die Brent-Futures zeitweise die Marke von 100 Dollar überschritten haben, nehmen die Gasöl-Notierungen Kurs auf ein neues Allzeithoch. Heizöl ist derzeit so teuer wie seit Anfang April nicht mehr.


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Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 100,50 Dollar pro Barrel. Eine Tonne Gasöl zur Lieferung im September kostet zur Stunde rund 1.454 Dollar. Der Euro kann gegenüber dem US-Dollar erneut zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1640 Dollar gehandelt.

Ein Ende des Krieges im Nahen Osten ist weiterhin nicht absehbar. In den vergangenen Tagen wurden die gegenseitigen Angriffe sogar intensiviert, während eine Passage der Meerenge von Hormus inzwischen kaum noch möglich ist.
Nach eigenen Angaben haben die iranischen Revolutionsgarden zuletzt in zwei Operationen zwanzig Schiffe innerhalb und außerhalb des Persischen Golfs angegriffen. Außerdem wolle man eine Sperrzone einrichten und Schiffen, die diese missachten, ein dauerhaftes Durchfahrtverbot erteilen.
Insgesamt sieht es im Krieg zwischen den USA und dem Iran zunehmend danach aus, als hätte sich das Regime in Teheran zuletzt stabilisiert und könne dem Druck aus Washington weiterhin standhalten.
Auch im Krieg zwischen Russland und der Ukraine bleibt die Lage angespannt. Die Drohnenangriffe auf russische Ölanlagen reißen nicht ab. Erneut wurden Beschädigungen und Brände am Schwarzmeerhafen Noworossijsk gemeldet.
Der gestern veröffentlichte Monatsbericht der Energy Information Administration (EIA) fiel tendenziell preistreibend aus. Vor allem die Preisprognosen für die kommenden Quartale wurden deutlich nach oben korrigiert. Es gab aber auch eine leichte Korrektur der OECD-Ölbestände nach oben.
Etwas Entlastung brachten auch die nach Börsenschluss vermeldeten API-Ölbestandsdaten. Der Rückgang der Rohölbestände fiel etwas geringer aus als erwartet, während bei den Destillaten sogar ein unerwarteter leichter Aufbau gemeldet wurde.

Am Devisenmarkt warten die Händler auf die heute am frühen Nachmittag stattfindende EZB-Sitzung. Nach allgemeiner Erwartung dürfte dabei eine Erhöhung des Leitzinses um 25 Basispunkte beschlossen werden. Morgen folgen neue Inflationsdaten aus den USA, die richtungsweisend für die Sitzung der US-Notenbank in der kommenden Woche sein könnten.

Die Heizölpreise haben gestern das höchste Niveau seit Mitte April erreicht. Geht es nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen könnte es heute zwar bestensfalls zu minimalen Abschlägen kommen, eine nachhaltige Trendwende ist jedoch weiterhin nicht zu erwarten. Vielmehr besteht weiteres Aufwärtspotenzial, insbesondere wenn mit dem baldigen Start der Heizperiode auch die Nachfrage spürbar anzieht.

Heizöl-Marktdaten

10.09.26, 09:10 Uhr
 
10.09.: 175,35 €
09.09.: 175,35 €
10.09.26, 09:10 Uhr
 
10.09.: 1.452,00 $
09.09.: 1.488,50 $
10.09.26, 09:10 Uhr
 
10.09.: 100,74 $
09.09.: 101,83 $
10.09.26, 09:10 Uhr
 
10.09.: 0,8594 €
09.09.: 0,8594 €

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