Marktbericht vom 02.10.2026
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Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 02.10.2026, 08:30 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise bleiben hoch, vor allem wegen knapper Versorgung, Spannungen im Nahen Osten und des schwachen Euro. Wegen sinkender Gasölpreise könnten sie heute zunächst leicht nachgeben; mehr als ein Cent pro Liter ist aber vorerst nicht zu erwarten.

Marktbericht vom 02.10.2026

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise uneinheitlich auf hohem Niveau - Heizölpreise bleiben im Seitwärtstrend

Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 02.10.2026, 08:30 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise bleiben hoch, vor allem wegen knapper Versorgung, Spannungen im Nahen Osten und des schwachen Euro. Wegen sinkender Gasölpreise könnten sie heute zunächst leicht nachgeben; mehr als ein Cent pro Liter ist aber vorerst nicht zu erwarten.

Produktbestände gehen immer weiter zurück - Kraftstoffe und Heizöl werden knapp

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern wieder starke Kursbewegungen vollzogen. Bei Gasöl zeichnet sich heute Morgen im asiatisch geprägten Handel bislang ein Rückgang ab, sodass die Heizöl-Notierungen bestenfalls mit leichten Abschlägen starten.


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Aktuell stehen die Dezember-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 102,10 Dollar pro Barrel. Eine Tonne Gasöl zur Lieferung im Oktober kostet zur Stunde 1.425 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar immer weiter zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,1250 Dollar gehandelt.

Nachdem es zuletzt Meldungen über deutlich gestiegene Öltransporte aus der Golfregion gegeben hat, sorgten gestern Meldungen über neue Tankerangriffe in der Straße von Hormus wieder für steigende Rohölpreise. 
Zudem wollen die USA einen weiteren Flugzeugträger und 10.000 Marinesoldaten in die Krisenregion verlegen, was die Sorge vor einer neuen Eskalation erhöht und weiterhin hohe Risikoaufschläge zur Folge hat. 
Unabhängig davon zeichnet sich kein Ende der Versorgungskrise bei den Produkten ab. Die Vorräte bei Destillaten und Benzin sind in der letzten Woche weiter zurückgegangen und die US-Regierung drängt Deutschland und Frankreich, Notreserven freizugeben. Vor zwei Tagen hat Russland sein Exportverbot für Diesel um einen weiteren Monat verlängert und nun haben auch die chinesischen Ölkonzerne Sinopec und Sinochem offenbar mehrere Oktober-Lieferungen storniert. 
Nach wie vor fehlen Raffinerie- und Verladekapazitäten, vor allem in Russland, wo zahlreiche Anlagen durch ukrainische Drohnenangriffe zerstört oder zumindest beschädigt worden sind. Aber auch im Nahen Osten wurden in den letzten Monaten zahlreiche Anlagen durch iranische Angriffe außer Betrieb gesetzt.
Hierzulande bereiten zunehmend auch die niedrigen Pegelstände Probleme, da die Schiffe nur noch zu einem geringen Teil beladen werden können, was die Transportkosten deutlich erhöht.

Am Devisenmarkt geht die Spekulation auf eine erneute baldige Zinsanhebung durch die US-Notenbank weiter. Entsprechend blieb der Dollar gesucht und der Euro ist in der Folge auf den tiefsten Stand seit Mai letzten Jahres zurückgefallen.

Die Heizölpreise hierzulande bleiben auf hohem Niveau und eine Preiswende ist leider weiterhin nicht absehbar. Sehr wohl absehbar ist aber, dass die Temperaturen bald spürbar fallen werden und es bei den aktuell knappen Füllständen in den Verbraucherstanks und einem zu erwartenden sprunghaften Anstieg der Nachfrage zu deutlich verlängerten Lieferzeiten kommen wird. Daher sollte der Vorrat gut im Auge behalten und unbedingt rechtzeitig bestellt werden, auch wenn es aufgrund der aktuell sehr hohen Preise nur eine Teilmenge ist.

Heizöl-Marktdaten

02.10.26, 09:40 Uhr
 
02.10.: 184,56 €
01.10.: 186,10 €
02.10.26, 09:40 Uhr
 
02.10.: 1.416,25 $
01.10.: 1.447,75 $
02.10.26, 09:40 Uhr
 
02.10.: 101,33 $
01.10.: 103,62 $
02.10.26, 09:40 Uhr
 
02.10.: 0,8879 €
01.10.: 0,8898 €

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