Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise sinken zum Wochenstart leicht, vor allem weil vereinbarte Diesellieferungen aus Russland in die USA die Preise für das Heizöl-Vorprodukt Gasöl drücken. Im Tagesverlauf könnten die Heizölpreise um einen bis zwei Cent pro Liter fallen.
Marktbericht vom 12.10.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise sinken zum Wochenstart leicht, vor allem weil vereinbarte Diesellieferungen aus Russland in die USA die Preise für das Heizöl-Vorprodukt Gasöl drücken. Im Tagesverlauf könnten die Heizölpreise um einen bis zwei Cent pro Liter fallen.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind heute Morgen im Minus gestartet. Vor allem bei Gasöl stehen deutliche Abschläge an den Kurstafeln, während es bei Rohöl schon wieder leicht aufwärts geht. Die Heizöl-Notierungen hierzulande geben zum Wochenstart erfreulicherweise ebenfalls nach.
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Aktuell stehen die Dezember-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 104 Dollar pro Barrel. Eine Tonne Gasöl zur Lieferung im Oktober kostet zur Stunde 1.438 Dollar. Der Euro muss im Vergleich zum US-Dollar leichte Verluste hinnehmen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,12 Dollar gehandelt.
Der zwischen US-Präsident Trump und dem russischen Machthaber Putin am Wochenende ausgehandelte "Dieseldeal" hat zum Wochenstart für einen Rückgang bei den Notierungen für Gasöl, dem unversteuerten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, gesorgt.
Russland wird demnach vorerst 500.000 Tonnen Mitteldestillate in die USA liefern. Die dafür notwendige Lockerung der Sanktionen gegen Moskau wurde begleitend vom US-Finanzministerium umgesetzt. In den kommenden Monaten sollen weitere Tranchen folgen.
Mit dieser Vereinbarung will Trump den Dieselpreis an den heimischen Tankstellen vor den Midterm-Wahlen Anfang November drücken.
Er verkündete zudem eine "Energie-Waffenruhe", auf die sich Moskau und Kiew geeinigt hätten. Sollte diese tatsächlich umgesetzt werden, dürfte dies die angespannte Versorgungslage bei Heiz- und Kraftstoffen vor allem mittelfristig deutlich verbessern.
Entsprechend geht es heute zum Handelsstart mit den Ölpreisen nach unten, auch weil Hurrikan "Isaias" die US-Ölförderanlagen an der Golfküste weitgehend verschont hat und die Wiederinbetriebnahme zahlreicher Anlagen schnell voranschreiten dürfte. Zudem will auch China seine Produktexporte wieder aufnehmen.
Wie nachhaltig diese Ereignisse sind, wird sich erst im Laufe der Zeit zeigen.
Am Devisenmarkt gab es auch am Freitag einen weitgehend ruhigen Handel bei dem der Euro bis Handelsschluss etwas an Wert verloren hat. Heute Morgen geht es bislang aber wieder leicht aufwärts. Die Händler warten auf neue Inflationszahlen aus den USA.
Die Heizölpreise hierzulande starten mit diesen Vorgaben leicht im Minus. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen einen Rückgang von einem bis zwei Cent pro Liter erwarten. Dies dürfte die Nachfrage, die durch den Temperaturrückgang bereits deutlich angezogen hat, weiter verstärken und in der Folge werden die Lieferzeiten weiter ansteigen. Daher sollte der Tankvorrat dringend überprüft und rechtzeitig zumindest eine Teilmenge bestellt werden.
Die Ölpreise haben gestern leider wieder einen deutlichen Sprung nach oben gemacht, müssen einen Teil der Gewinne heute Morgen im asiatisch geprägten Handel aber wieder abgeben. Trotzdem starten die Heizöl-Notierungen mit weiteren Aufschlägen.
Die Ölpreise haben sich gestern im Großen und Ganzen seitwärts entwickelt, ziehen heute Morgen aber schon wieder deutlich an. In der Folge geht es leider auch mit den Heizöl-Notierungen weiter nach oben.