Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen deutlich, weil die Ölversorgung durch den Krieg zwischen den USA und dem Iran unsicher bleibt und der schwächere Euro Ölimporte verteuert. Im Tagesverlauf könnten die Preise um drei bis vier Cent pro Liter anziehen.
Marktbericht vom 06.11.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen deutlich, weil die Ölversorgung durch den Krieg zwischen den USA und dem Iran unsicher bleibt und der schwächere Euro Ölimporte verteuert. Im Tagesverlauf könnten die Preise um drei bis vier Cent pro Liter anziehen.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben nach den massiven Verlusten vom Mittwoch gestern einen Großteil davon wieder wettmachen können und sind auf Tageshoch aus dem Handel gegangen. In Folge starten die Heizöl-Notierungen mit deutlichen Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche.
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Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 99,80 Dollar pro Barrel. Eine Tonne Gasöl zur Lieferung im November kostet zur Stunde 1.385 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar deutlich zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,1195 Dollar gehandelt.
Wie bereits zu befürchten war, hat sich die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Krieges zwischen den USA und dem Iran gestern nicht verstärkt und die Ölpreise sind auf breiter Front gestiegen.
Die Euphorie ist wieder der Ernüchterung über die aktuelle Lage gewichen. Fehlende Raffineriekapazitäten, stetig fallende globale Ölbestände und eine weiterhin sehr risikobehaftete Ölversorgung aus der Golfregion halten die Rohöl- und vor allem die Gasöl-Notierungen auf hohem Niveau.
Die Positionen der Kriegsparteien liegen weiter weit auseinander und selbst bei einer Änderung der Strategie der US-Regierung ist ein baldiger Frieden nicht garantiert. Schließlich gab es auch Gründe für den Ausbruch des Konfliktes.
Gleiches gilt für den Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Hier gibt es ebenfalls wieder neue Bemühungen um ein Abkommen zu erreichen, die Erfolgsaussichten sind aber wohl nach wie vor sehr eher gering.
Daher ist es auch wahrscheinlich, dass sich die Lage am Ölmarkt in den nächsten Tagen und Wochen kaum verbessern wird. Nicht wenige Analysten gehen davon aus, dass es selbst bei einem baldigen Ende der Konflikte, Monate dauern wird, bis sich die Versorgungslage wieder halbwegs normalisiert.
Am Devisenmarkt hat der Kurs des Euro spontan auf die wieder gestiegenen Ölpreise reagiert und ist im Vergleich zum Dollar deutlich zurückgefallen. Auch heute Morgen geht es bislang weiter in Richtung der 1,12-Dollar-Marke nach unten. Daran ändern auch zuletzt eher positive Konjunktursignale aus Deutschland nichts.
Die Heizölpreise nehmen die Vorgaben heute Morgen schnell auf und starten mit deutlichen Aufschlägen in den Handel. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von drei bis vier Cent pro Liter erwarten. Wie gestern bereits an dieser Stelle erläutert, ist eine schnelle Trendwende nicht zu erwarten und Ölheizer mit knappem Tankvorrat sollten unbedingt rechtzeitig bestellen, da die Lieferzeiten in nächster Zeit sicherlich nicht kürzer werden.
Die Ölpreise sind im gestrigen Handelsverlauf massiv eingebrochen, nachdem die Wahlniederlage der Republikaner die Hoffnung auf ein Kriegsende im Nahen Osten genährt hat. In der Folge geht es mit den Heizöl-Notierungen nach unten.
Die Ölpreise haben sich bisher unberührt vom Sieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen gezeigt. Gleiches gilt für den US-Dollar, sodass die Heizöl-Notierungen ohne große Veränderung in den heutigen Tag starten.