Synthetisches Heizöl gilt als einer der spannendsten Ansätze, um bestehende Ölheizungen klimaneutral zu betreiben. Doch was steckt hinter Begriffen wie E-Fuels oder HVO, wie „klimaneutral“ sind diese Brennstoffe wirklich, und wann könnten sie im Alltag verfügbar und bezahlbar sein? In diesem Artikel erklären wir verständlich, wie synthetisches Heizöl entsteht, welche Chancen und Grenzen es gibt und worauf Verbraucher in Zukunft achten sollten.
Als „synthetisches“ Heizöl bezeichnet man alle Kraftstoffe, die künstlich hergestellt werden, aber ähnliche oder gleiche Eigenschaften wie herkömmliches Heizöl besitzen. Das bedeutet: Synthetisches Heizöl wird nicht wie klassisches Heizöl aus natürlich vorkommendem Rohöl gewonnen, sondern mithilfe technischer und chemischer Prozesse erzeugt. Das Ziel ist dabei in erster Linie, klimaneutrale und nachhaltige Alternativen zu fossilen Kraftstoffen zu schaffen und dadurch gleichzeitig bestehende Infrastruktur, wie Ölheizungen oder Pipelines, weiter nutzen zu können.
Die verbreitetsten Vertreter sind E-Fuels auf Basis von Power-to-Liquid-Technologien sowie Hydrotreated Vegetable Oil (HVO).
Wichtig zu beachten ist, dass der Begriff "synthetisch" häufig fälschlicherweise als Synonym für "alternativ" verwendet wird.
Obwohl Bioheizöl und CO2-kompensiertes Heizöl ebenfalls klimafreundlicher sind, gelten sie nicht als synthetisches Heizöl.
Bioheizöl besteht in der Regel aus klassischem Heizöl mit einem biogenen Beimischungsanteil auf Basis von Pflanzenölen (z. B. Rapsöl). CO2-kompensiertes Heizöl ist physikalisch identisch mit fossilem Heizöl, wobei die entstehenden Emissionen lediglich über Klimaschutzprojekte ausgeglichen werden. Beide Varianten werden nicht synthetisch hergestellt und basieren weiterhin, zu einem bestimmten Teil, auf Rohöl.
E-Fuels (Power-to-Liquid)
Wenn von E-Fuels als Heizölersatz die Rede ist, sind damit in der Regel synthetische und klimafreundliche Kraftstoffe gemeint, die mithilfe der Power-to-Liquid-Technologie hergestellt werden. PtL steht für die Umwandlung von erneuerbarem Strom („Power“) in flüssige Brennstoffe („Liquid“), zum Beispiel E-Heizöl, E-Diesel oder andere flüssige Kraftstoffe.
Dafür wird mit Strom aus erneuerbaren Energien zunächst Wasserstoff erzeugt. Dieser wird anschließend zusammen mit CO2 (z. B. aus der Luft) zu einem flüssigen Kraftstoff synthetisiert. E-Fuels sind damit synthetische Brennstoffe, die chemisch nahezu identisch mit ihren fossilen Äquivalenten sind. Sie können in der Regel mit bestehender Infrastruktur (z. B. in Ölheizungen) eingesetzt werden. Bei Herstellung mit erneuerbaren, grünen Strom und CO2 gelten sie als klimaneutral.
E-Fuels (PtL) sind synthetische Kraftstoffe, die mit Strom erzeugt werden und nahezu identische Eigenschaften wie fossile Brennstoffe haben.
HVO (Hydrotreated Vegetable Oil)
HVO (Hydrotreated Vegetable Oil) ist ein Brennstoff, der aus gebrauchten Pflanzenölen, tierischen Fetten sowie Rest- und Abfallstoffen hergestellt wird. Im Gegensatz zu Bioheizöl werden die organischen Ausgangsstoffe dabei mit Wasserstoff chemisch behandelt (hydriert). HVO gilt deshalb als synthetischer Kraftstoff, obwohl es auf natürlichen Stoffen basiert. In seinen Eigenschaften ist es fossilen Kraftstoffen sehr ähnlich und ist daher, anders als Biodiesel, nicht auf eine Beimischung angewiesen, sondern kann auch als vollständiger Ersatz dienen.
Aufgrund seiner ähnlichen Eigenschaften zu fossilen Kraftstoffen kann HVO auch in den meisten Ölheizungen und anderer bestehender Infrastruktur eingesetzt werden.
Gleichzeitig werden durch die Verwendung biogener Ausgangsstoffe die CO2-Emissionen deutlich reduziert und die Nachhaltigkeit gesteigert.
HVO ist ein synthetischer, klimafreundlicher Kraftstoff, der häufig aus biogenen Rest- und Abfallstoffen hergestellt wird und ähnliche Eigenschaften wie fossiles Heizöl oder Diesel hat.
Herstellung synthetischer Kraftstoffe
Wie bereits beschrieben, werden E-Fuels im Power-to-Liquid-Verfahren aus Strom und Wasser in mehreren technischen Schritten hergestellt:
Herstellung von Wasserstoff durch Elektrolyse: Mit Strom, im Idealfall aus erneuerbaren Quellen, wird Wasser (H2O) per Elektrolyse in Wasserstoff (H2) und Sauerstoff (O2) zerlegt. Der Wasserstoff ist der zentrale Energieträger für die weitere Synthese.
Elektrolyse als Basis der E-Fuel-Produktion
CO2-Bereitstellung: Für die Kraftstoffherstellung wird zusätzlich CO2 benötigt.
Dieses kann aus der Luft (Direct Air Capture), Industrieabgasen oder Biogenen Quellen gewonnen werden.
Chemische Synthese: Wasserstoff und Kohlenstoff werden unter Druck und Hitze katalytisch zu flüssigen Energieträgern kombiniert. Je nach Verfahren entsteht dabei entweder ein breites Kohlenwasserstoff-Gemisch (ähnlich Rohöl) oder ein spezifisches Vorprodukt wie Methanol.
Raffination & Aufbereitung: Das entstandene Rohprodukt wird abschließend weiterverarbeitet, entweder durch Destillation und die Trennung in verschiedene Fraktionen oder durch gezielte chemische Umwandlungsprozesse. So entstehen Endprodukte wie E-Heizöl/E-Diesel, E-Kerosin oder E-Benzin.
Der zweite verbreitete Vertreter synthetischer Kraftstoffe, HVO, wird auf Basis biogener Rohstoffe in folgenden Schritten hergestellt:
Rohstoffaufbereitung: Als Ausgangsstoffe dienen gebrauchte Speiseöle, tierische Fette, pflanzliche Öle und andere biogene Rest- und Abfallstoffe. Diese werden gereinigt und von Fremdstoffen befreit.
Hydrierung: Die gereinigten Öle und Fette werden unter hoher Temperatur und hohem Druck mit Wasserstoff behandelt. Dabei werden Sauerstoff entfernt und die Molekülstruktur angepasst, sodass paraffinische Kohlenwasserstoffe entstehen, die fossilem Diesel sehr ähnlich sind.
Isomerisierung: In einem weiteren Schritt wird die Molekülstruktur gezielt angepasst (Isomerisierung), um gute Kälte- und Fließeigenschaften sowie eine hohe Produktqualität zu erreichen. Anschließend erfolgt die Destillation in die gewünschte Produktfraktion, z. B. HVO-Heizöl.
Herstellung von E-Fuels
Vor- und Nachteile von synthetischem Heizöl
Vorteile von synthetischem Heizöl:
kein oder kaum CO2-Ausstoß
Langzeitspeicherfähigkeit von Energie: Geeignet, um Versorgungslücken durch knappen grünen Strom zu schließen, z. B. an kalten, dunklen und windstillen Wintertagen
Nutzung vorhandener Transport- & Lagerinfrastruktur, z.B Pipelines oder Transportmittel
Herstellung mit ungenutzten überschüssigen Strom aus Solar- und Windkraft oder biogener Abfall- & Reststoffe möglich
Bestehende und gut funktionierend Ölheizungen müssen nicht teuer ausgetauscht werden
Herstellung und Skalierung in Ländern mit günstigem grünem Strom möglich, z. B. in Wüsten- oder windreichen Regionen
Perspektivisch günstiger: Größere Produktionsmengen, insbesondere durch den geplanten Bedarf in Flug-, Schiffs- und Schwerlastverkehr, sowie günstiger grüner Strom können Kosten senken
Nachteile von synthetischem Heizöl:
Hoher Energiebedarf bei der Herstellung durch Umwandlungsverluste
Geringere Effizienz als direkte Nutzung von Strom aufgrund von Energieverlusten bei der Herstellung
Nur vollständig CO2-neutral, wenn Herstellung mit grünen Strom oder Abfall- & Reststoffen erfolgt
geringe Verfügbarkeit: nur geringe Produktionskapazitäten vorhanden, industrieller Hochlauf findet noch statt.
höhere Preise: synthetisches Heizöl ist derzeit noch vergleichsweise teuer
bislang häufig unklare Signale und wenig Förderung aus der Politik
Verfügbarkeit und Preis
Wann ist synthetisches Heizöl im Alltag verfügbar?
Die Verfügbarkeit von PtL E-Fuels ist derzeit noch begrenzt. Die Technologie ist zwar vorhanden, der Markt steht aber erst am Anfang des industriellen Hochlaufs. Bisher wird überwiegend in Pilot und Demonstrationsanlagen produziert, eine flächendeckende kommerzielle Verfügbarkeit für Endkunden gibt es noch nicht. Erste Großanlagen gehen nach und nach in Betrieb.
Im Gegensatz zu PtL E-Fuels ist HVO100 in Deutschland bereits gut verfügbar und an immer mehr öffentlichen Tankstellen erhältlich. Seit der Zulassung für den freien Verkauf im Mai 2024 wächst das Netz stark, inzwischen bieten über 400 Tankstellen reines HVO100 an.
Auch im Wärmebereich ist HVO über spezialisierte Brennstoffhändler verfügbar. Erste regionale Anbieter bieten bereits Bioheizöl auf HVO Basis für Privatkunden an.
Hinweis: Auf FastEnergy werden wir auch synthetisches Heizöl - neben Bioheizöl – anbieten, sobald es seitens unser Lieferanten verfügbar ist. Ob es in Ihrer Region bereits ein Angebot gibt, sehen Sie in unserem Preisrechner.
In Zukunft wird die Verfügbarkeit vor allem durch die geplante Skalierung steigen. Kurz- bis mittelfristig werden synthetische Kraftstoffe im Wärmebereich voraussichtlich vor allem als Beimischung eine Rolle spielen, etwa im Rahmen geplanter politischer Vorgaben, nach denen neu installierte Öl- und Gasheizungen ab 2029 anteilig mit klimafreundlichen Brennstoffen betrieben werden sollen.
Mit Blick auf die deutschen und europäischen Ziele sind in Deutschland und international bis 2035 zahlreiche Projekte in Planung, die den Hochlauf synthetischer Kraftstoffe beschleunigen und ihre Verfügbarkeit weiter erhöhen sollen. Diese Skalierung gilt als unverzichtbar für den Klimaschutz, da Bereiche wie Flug- und Schiffsverkehr sowie Teile der petrochemischen Industrie wegen der hohen erforderlichen Energiedichte nicht direkt elektrifizierbar sind.
Synthetisches Heizöl wird in den kommenden 3 - 4 Jahren im Wärmebereich hauptsächlich beigemischt verfügbar sein. Durch das Anheben des beigemischten Anteils können Ölheizungen schrittweise klimafreundlicher werden.
Wie viel kosten E-Fuels & HVO?
Da E-Fuels bisher nur in geringen Mengen produziert werden, sind sie noch vergleichsweise teuer. Der Literpreis liegt aktuell meist über 4,50 €. Mit dem Ausbau der Produktionskapazitäten könnten die Kosten jedoch deutlich sinken. Prognosen reichen von rund 2,80 € pro Liter bis 2030 bis hin zu 1,45 bis 2,24 € im Jahr 2050. In der Übergangszeit ist zudem eine anteilige Beimischung möglich, was den Einstieg erleichtert und Kosten abfedern kann.
Der Literpreis von E-Fuels liegt meist noch jenseits von 4,50 €. In Zukunft sollen Preise unter 2 € möglich sein.
HVO ist bereits verfügbar, etwa an vielen Tankstellen, und kostet häufig rund 9 bis 15 Cent pro Liter mehr als herkömmlicher Diesel. Der Aufpreis hängt mit der Herstellung aus erneuerbaren Rohstoffen und dem höheren Produktionsaufwand zusammen. Mittel bis langfristig dürfte die Preisdifferenz sinken, weil HVO durch Skalierung günstiger werden kann, während fossile Kraftstoffe durch steigende CO2-Kosten tendenziell teurer werden. Auch bei HVO ist eine schrittweise Beimischung möglich, zum Beispiel zu normalem Heizöl, wodurch sich die Preise in der Übergangszeit weiter reduzieren lassen.
HVO ist an der Tankstelle 9 - 15 Cent teurer als reguläres Diesel. In Zukunft wird eine Reduzierung der Differenz erwartet.
Wie klimafreundlich ist synthetisches Heizöl wirklich?
Synthetische Kraftstoffe weisen zahlreiche Eigenschaften auf, durch welche Sie als klimafreundlich gelten:
Niedrigere bis keine Netto-CO2-Emissionen, wenn Herstellung mit erneuerbarem Strom erfolgt (E-Fuels) bzw. organische Reststoffe genutzt werden (HVO)
Nutzung in bestehenden Heizungen und Infrastrukturen möglich, oft auch als Beimischung, ohne sofortige Systemumstellung
Speicherung und Nutzung von überschüssigem Strom, der anderweitig verloren gehen würde bzw. ungenutzt bleiben würde
Geringere lokale Schadstoffe z. B. weniger Ruß/Feinstaub (abhängig von Anlage/Betrieb)
Obwohl synthetische Brennstoffe als unverzichtbar für die Klimaziele gelten, gibt es auch Kritikpunkte an Ihrer Klimafreundlichkeit und Ihrem Einsatz im Wärmesektor:
Klimavorteil hängt von den eingesetzten Ressourcen ab, ohne echten grünen Strom oder organische Abfallstoffe kippt die Bilanz
Synthetische Kraftstoffe sind energieintensiv und durch Umwandlungsverluste oft weniger effizient als direkte Stromnutzung
Da in vielen Bereichen eine hohe Nachfrage nach synthetischen Kraftstoffen und geeigneten Rohstoffen für deren Herstellung besteht, kann der zunehmende Wettbewerb um diese Ressourcen zu Engpässen und einer eingeschränkten Verfügbarkeit führen.
Fazit: Werden synthetische Kraftstoffe mit grünem Strom beziehungsweise aus organischen Rest- und Abfallstoffen hergestellt, sind sie eine klimafreundliche und unverzichtbare Alternative.
Auch im Wärmesektor gilt der Einsatz von synthetischem Heizöl als sinnvoller Beitrag zum Klimaschutz, da bestehende Heizungen schrittweise und angepasst an die Verfügbarkeit klimafreundlicher betrieben werden können.
Die Zukunft von E-Fuels & HVO
Synthetische Kraftstoffe sind ein unverzichtbarer Baustein für eine klimafreundlichere Energieversorgung. Ihre Bedeutung wird wachsen, weil sie als langfristiger Energiespeicher Versorgungslücken ausgleichen und dort eingesetzt werden können, wo eine direkte Elektrifizierung schwierig ist. Unter den richtigen Rahmenbedingungen werden durch Skalierung und technischen Fortschritt auch die Preise deutlich sinken und die Verfügbarkeit steigen.
Im Wärmebereich wird das Thema ebenfalls an Bedeutung gewinnen. Besonders interessant ist die schrittweise Beimischung synthetischer Anteile, etwa HVO zu herkömmlichem Heizöl, was bereits heute praktiziert wird. Perspektivisch sehen Pläne der Bundesregierung zudem vor, dass ab 2029 beim Betrieb neu installierter Öl- und Gasheizungen zunehmend klimafreundliche Kraftstoffe beigemischt und deren Anteil schrittweise erhöht werden muss. So können Öl- und Gasheizungen nach und nach klimafreundlicher werden, ohne dass Heizungen und Infrastruktur sofort komplett ausgetauscht werden müssen.
Häufige Fragen
Abschließend beantworten wir häufige Fragen zum Thema synthetisches Heizöl:
Kann ich meine Ölheizung klimaneutral betreiben?
Viele E-Fuels (Power-to-X) sind fossilen Brennstoffen chemisch sehr ähnlich und können daher grundsätzlich auch in bestehenden Ölheizungen eingesetzt werden. Auch HVO ist für moderne Ölheizungen meist problemlos nutzbar, bei älteren Anlagen sollte vorab geprüft werden, ob Brenner oder Komponenten angepasst werden müssen.
Da synthetisches Heizöl bei entsprechender Herstellung klimaneutral sein kann, ist somit auch ein klimaneutraler Betrieb von Ölheizungen möglich.
Wie lange darf man noch mit Heizöl heizen?
Ab dem 1. Januar 2045 gilt nach dem derzeit noch bestehenden Gebäudeenergiegesetz (GEG) ein grundsätzliches Betriebsverbot für Heizungen, die ausschließlich mit fossilen Brennstoffen betrieben werden.
Nach den aktuellen Plänen der Bundesregierung soll es jedoch kein generelles Verbot des Heizens mit Heizöl geben. Stattdessen ist vorgesehen, dass bei neu installierten Öl- und Gasheizungen ab 2029 schrittweise klimafreundliche Kraftstoffe (z. B. E-Fuels, HVO oder Bioheizöl) verpflichtend beigemischt werden, wobei der Anteil im Laufe der Zeit ansteigen soll, um die Klimaschutzziele zu erreichen.
Wann kommt synthetisches Heizöl?
Synthetisches Heizöl ist bereits heute verfügbar. PtL-E-Fuels sind derzeit nur in geringen Mengen erhältlich, der Markt befindet sich jedoch im Hochlauf, sodass die Verfügbarkeit für Verbraucher bis 2030 deutlich zunehmen dürfte. HVO ist für Endkunden schon jetzt an Tankstellen und bei ausgewählten Händlern als Heizöl – teils auch als Beimischung – verfügbar; auch hier ist in den kommenden Jahren mit weiter steigender Verfügbarkeit zu rechnen.
Wir von FastEnergy stehen mit unseren Lieferanten in permanentem Austausch und werden synthetisches Heizöl – neben Bioheizöl – anbieten, sobald es über unsere Lieferanten verfügbar ist. Ob es in Ihrer Region bereits ein Angebot gibt, können Sie über unseren Preisrechner verfolgen.
Was kostet synthetisches Heizöl?
Der Preis für E-Fuels liegt derzeit meist noch über 4,50 € netto pro Liter, da sie bisher nur in kleinen Mengen produziert werden. Mit dem Ausbau der Produktion könnten die Preise künftig jedoch auf unter 2 € pro Liter sinken. HVO an Tankstellen aktuell etwa 9–15 Cent pro Liter teurer als herkömmlicher Diesel, wobei auch hier erwartet wird, dass sich der Preisunterschied verringert.
Kann man synthetisches Heizöl mit normalen Heizöl mischen?
Ja, sowohl PtL-E-Fuels (E-Heizöl) als auch HVO-Heizöl sind in ihren Eigenschaften regulärem Heizöl sehr ähnlich und können in der Regel problemlos beigemischt werden. Eine solche Beimischung ist sogar vorgesehen und gilt als wichtiger Vorteil. Trotzdem sollte man sich vorab über die Eigenschaften des jeweiligen Kraftstoffs und die Eignung der eigenen Heizung informieren und bei Unsicherheiten den Lieferanten oder Heizungshersteller kontaktieren.