Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise sind zuletzt leicht gestiegen und es wird für heute ein Anstieg von ein bis zwei Cent pro Liter erwartet. Grund dafür sind vor allem knappe Destillatversorgung aufgrund fehlender russischer Raffineriekapazitäten und steigende Gasöl-Futures trotz stabiler Rohölpreise.
Marktbericht vom 06.07.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise sind zuletzt leicht gestiegen und es wird für heute ein Anstieg von ein bis zwei Cent pro Liter erwartet. Grund dafür sind vor allem knappe Destillatversorgung aufgrund fehlender russischer Raffineriekapazitäten und steigende Gasöl-Futures trotz stabiler Rohölpreise.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten entwickeln sich weiter stark entgegengesetzt. Bei Rohöl kam es am Freitag zu keinen größeren Veränderungen, die Gasöl-Futures verteuerten sich hingegen erneut. In Folge tendieren auch die Heizöl-Notierungen zum Wochenstart weiter nach oben.
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Aktuell stehen die September-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei gut 72 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Juli kostet zur Stunde 959 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar leicht zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1430 Dollar gehandelt.
Während der Schiffsverkehr über die Straße von Hormus weiter an Fahrt aufnimmt und die Exporte aus dem Persischen Golf nach Schätzungen einiger Analysten mittlerweile wieder rund 60 Prozent des Vorkriegsniveau erreicht haben, bleibt die Versorgungslage bei Destillaten problematisch.
Hauptgrund sind die fehlenden russischen Raffineriekapazitäten, was eine Folge von immer wieder sehr erfolgreichen ukrainischen Drohnenangriffe auf die dortige Energieinfrastruktur ist.
Auch wenn russische Importe in der EU kaum noch eine größere Rolle spielen, so fehlen die Mengen an Heizöl und Diesel auf dem globalen Markt und die Börsenpreise gehen entsprechend nach oben.
Während die Rohölpreise zusätzlich durch russische Öl, das nicht verarbeitet werden kann, nach unten gedrückt werden und mittlerweile nahezu exakt das Niveau vor rund einem Jahr erreicht haben, stehen die Gasöl-Futures im Vergleich rund 30 Prozent höher, was sich auch in den Heizöl-Notierungen widerspiegelt.
Die am Wochenende von der OPEC+ beschlossene weitere Anhebung der offiziellen Fördermenge war so erwartet worden und spielt am Markt eine Rolle. Wohl schon eher die in dieser Woche zur Veröffentlichung anstehenden Monatsberichte der Energy Information Administration (EIA), der OPEC und der Internationalen Energieagentur (IEA) und natürlich auch die weitere Entwicklung der US-Ölbestände.
Am Devisenmarkt gibt es derzeit kaum größere Kursbewegungen zwischen dem Euro und dem Dollar. Während der Inflationsdruck in der EU etwas abgenommen hat und hier vorerst mit stabilen Zinsen gerechnet wird, haben zuletzt schwache US-Arbeitsmarktdaten dafür gesorgt, dass auch in den USA der Handlungsdruck der Fed etwas geringer geworden ist.
Die Heizölpreise hierzulande haben sich zuletzt seitlich bis leicht aufwärts bewegt. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen auch für heute ein Plus in einer Größenordnung von ein bis zwei Cent pro Liter erwarten. Dies obwohl die Nachfrage wieder völlig zum Erliegen gekommen ist und das Bestellaufkommen mittlerweile seit über vier Monaten äußerst gering ist. Daher muss ab dem Spätsommer mit massiven logistischen Engpässen gerechnet werden.
Die Ölpreise sind auch gestern wieder unterschiedliche Wege gegangen. Diesmal gab es Aufschläge bei Rohöl, während sich die Gasöl-Futures im Großen und Ganzen seitwärts bewegt haben. In Folge bleiben auch die Heizöl-Notierungen stabil.
Die Ölpreise haben sich auch gestern wieder extrem uneinheitlich entwickelt. Da sich die Gasöl-Futures im Großen und Ganzen stabil zeigten, werden auch die Heizöl-Notierungen nur wenig verändert in den heutigen Tag starten.