Marktbericht vom 02.07.2026
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Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 02.07.2026, 09:22 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise bleiben heute voraussichtlich stabil bis leicht steigend, da die Gasöl-Notierungen aufgrund von Raffinerieausfällen und Streiks weiter erhöht sind. Es wird ein Anstieg von bis zu einem halben Cent pro Liter erwartet, da die Versorgung mit Gasöl knapp bleibt, obwohl die Rohölpreise gesunken sind.

Marktbericht vom 02.07.2026

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise gehen unterschiedliche Wege - Heizölpreise wenig verändert

Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 02.07.2026, 09:22 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise bleiben heute voraussichtlich stabil bis leicht steigend, da die Gasöl-Notierungen aufgrund von Raffinerieausfällen und Streiks weiter erhöht sind. Es wird ein Anstieg von bis zu einem halben Cent pro Liter erwartet, da die Versorgung mit Gasöl knapp bleibt, obwohl die Rohölpreise gesunken sind.

Rohölpreise bleiben unter Druck - Gasöl bleibt knapp und steigt

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich auch gestern wieder extrem uneinheitlich entwickelt. Da sich die Gasöl-Futures im Gegensatz zu den Rohöl-Futures im Großen und Ganzen stabil zeigten, werden auch die Heizöl-Notierungen nur wenig verändert in den heutigen Tag starten.


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Aktuell stehen die September-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 70,80 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Juli kostet zur Stunde 938 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar wieder etwas zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1390 Dollar gehandelt. 

Die Rohölpreise sind gestern weiter deutlich zurückgefallen und haben den niedrigsten Stand seit Mitte Februar erreicht, mehr oder weniger also "Normalniveau". 
Hauptgrund hierfür ist die Tatsache, dass der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus mittlerweile gut Fahrt aufgenommen hat und die globale Versorgung mit Rohöl bald wieder stabil bzw. ausreichend sein könnte. 
Leider gilt dies derzeit nicht für Gasöl, dem unversteuerten Vorprodukt von Heizöl und Diesel. Hier fehlt es derzeit global an Raffineriekapazitäten. Diese wurden in Russland zahlreich durch ukrainische Drohnenangriffe zerstört, sodass hier große Treibstoffknappheit herrscht und Exporte künftig verboten werden sollen. Zudem werden aktuell großen Anlagen in Belgien und in Norwegen bestreikt, einige sind in Revision und gestern gab es auch noch eine Explosion in einer mexikanischen Anlage, die täglich rund 300.000 Barrel verarbeitet. 
Die Folge ist, dass die Gasöl-Futures in den letzten Tagen weiter angestiegen sind und sich die Schere zu Rohöl noch weiter geöffnet hat..
Die gestern vermeldeten US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) fielen relativ unspektakulär, unterm Strich eher leicht stabilisierend aus. Bei Rohöl gab es ein erwartetes Minus von 3,8 Millionen Barrel, bei Benzin ein Minus von 2,3 Millionen Fass. Einen Zuwachs von 2,5 Mio. Barrel verzeichneten die Destillat-Vorräte. Die Gesamtnachfrage ist von 20,3 auf knapp 21 Millionen Barrel pro Tag angestiegen bei einer weiter stabilen Ölförderung, die seit Wochen bei rund 13,8 Millionen Fass täglich liegt.
 
Am Devisenmarkt verharrt der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiterhin auf einem recht niedrigem Niveau. Die Teuerung in der EU ist nach dem gestern veröffentlichten Verbraucherpreisindex zuletzt weniger stark gestiegen als erwartet, was weitere Zinsanhebungen in naher Zukunft unwahrscheinlicher macht.

Die Heizölpreise hierzulande haben sich in den letzten Tagen aufgrund der gestiegenen Gasöl-Notierungen leider verteuert und auch heute bleiben die Kurse bestenfalls stabil. Die starke Kaufzurückhaltung der Ölheizer in den letzten Wochen und Monaten verstärkt die Sorge, dass es spätestens ab Spätsommer bzw. Herbst zu massiven Lieferengpässen kommen wird. Daher gilt weiter der dringende Rat, bei geringem Tankvorrat unbedingt rechtzeitig zu bestellen!

Heizöl-Marktdaten

02.07.26, 11:10 Uhr
 
02.07.: 131,66 €
01.07.: 131,66 €
02.07.26, 11:10 Uhr
 
02.07.: 951,25 $
01.07.: 935,00 $
02.07.26, 11:10 Uhr
 
02.07.: 70,82 $
01.07.: 71,12 $
02.07.26, 11:10 Uhr
 
02.07.: 0,8763 €
01.07.: 0,8789 €

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