Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen zu Wochenbeginn voraussichtlich um 3 bis 4 Cent pro Liter, bedingt durch die eskalierende Lage im Nahen Osten und die faktische Sperrung der Straße von Hormus. Zudem wird ein weiterer Preisanstieg erwartet, da eine steigende Nachfrage nach der bisherigen Schwächephase zu einem Nachholeffekt führen könnte.
Marktbericht vom 13.07.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen zu Wochenbeginn voraussichtlich um 3 bis 4 Cent pro Liter, bedingt durch die eskalierende Lage im Nahen Osten und die faktische Sperrung der Straße von Hormus. Zudem wird ein weiterer Preisanstieg erwartet, da eine steigende Nachfrage nach der bisherigen Schwächephase zu einem Nachholeffekt führen könnte.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten starten leider mit deutlichen Aufschlägen in die neue Handelswoche, nachdem die Lage im Nahen Osten weiter eskaliert und die Straße von Hormus faktisch wieder gesperrt ist. In Folge geht es auch mit den Heizöl-Notierungen weiter nach oben.
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Aktuell stehen die September-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 79 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung August kostet zur Stunde 1.046 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,14 Dollar gehandelt.
Es herrscht wieder Krieg im Nahen Osten! Auch am Wochenende gab es umfangreiche gegenseitige Angriffe, bei denen die US-Streitkräfte vor allem Ziele im Süden anvisiert haben, während der Iran weiter Schläge auf US-Militärstützpunkte in Bahrein und Kuwait verübt. Hier wurde gestern wohl auch eine kuwaitische Ölanlage getroffen.
Die Straße von Hormus ist in Folge kaum mehr zu passieren, auch wenn US-Präsident Trump dies wieder einmal anders sieht. Trackingdaten zeigen, dass der Verkehr auf den niedrigsten Stand seit fünf Wochen zurückgegangen ist.
Am Ölmarkt muss die Lage also neu bewertet werden und entsprechend ziehen die Rohöl- und Gasölpreise wieder deutlich an.
Auch weil die ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Ölanlagen weiterhin sehr erfolgreich zu sein scheinen und die Treibstoffknappheit in Russland immer mehr zunimmt. In der vergangenen Woche hat Moskau ein Exportverbot für Diesel verhängt, dass vor allem die internationalen Gasöl-Notierungen überproportional nach oben getrieben hat.
Wenig überraschend hat die Internationale Energieagentur (IEA) in ihrem am Freitag veröffentlichten Monatsbericht das zuletzt prognostizierte Überangebot am Ölmarkt von der weiteren Lage im Nahen Osten und hier speziell vom Verkehr durch die Straße von Hormus abhängig gemacht.
Am Devisenmarkt ist der Dollar wegen den neuen Entwicklungen in Nahost als Krisenwährung wieder stärker gefragt. Außerdem profitiert der Greenback von den steigenden Ölpreisen, da Öl bekanntlich in Dollar bezahlt werden muss.
Die Heizölpreise starten leider mit deutlichen Aufschlägen in die neue Handelswoche. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von 3 bis 4 Cent pro Liter erwarten. Es ist zu befürchten, dass es auch in nächster Zeit weiter nach oben gehen wird. Auch, weil die Heizöl-Nachfrage in den letzten Monaten extrem gering war und in den nächsten Wochen ein gewaltiger Nachholeffekt zu erwarten ist, der sich nicht nur auf die Preise, sondern auch auf die Lieferzeiten auswirken dürfte.
Die Ölpreise haben gestern im Laufe des Handel nachgegeben, nachdem es in den Vortagen zu massiven Aufschlägen gekommen war. Gleiches gilt für die Heizöl-Notierungen, die heute aller Voraussicht nach fallen.
Die Ölpreise haben seit Montag um deutlich mehr als zehn Prozent zugelegt, nachdem die Lage im Nahen Osten wieder eskaliert ist. Auch bei den Heizöl-Notierungen gibt es aktuell kein Halten mehr, die Preise schießen nach oben.