Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise starten heute mit einem deutlichen Rückgang von etwa drei bis fünf Cent pro Liter, was auf eine kurzfristige technische Reaktion nach starken Vortagesanstiegen zurückzuführen ist. Es wird jedoch weiterhin ein weiterer Anstieg im Spätsommer oder Herbst erwartet, da die geopolitischen Risiken und Exportausfälle die Preise belasten.
Marktbericht vom 27.07.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise starten heute mit einem deutlichen Rückgang von etwa drei bis fünf Cent pro Liter, was auf eine kurzfristige technische Reaktion nach starken Vortagesanstiegen zurückzuführen ist. Es wird jedoch weiterhin ein weiterer Anstieg im Spätsommer oder Herbst erwartet, da die geopolitischen Risiken und Exportausfälle die Preise belasten.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten starten nach der Rallye der letzten Tage und Wochen heute erfreulicherweise mit Abschlägen in die neue Handelswoche. Im Schlepptau befinden sich dabei erfreulicherweise auch die Heizöl-Notierungen.
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Aktuell stehen die September-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 91,40 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung August kostet zur Stunde 1.200 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum Dollar leicht hinzugewinnen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1410 Dollar gehandelt.
Wieder einmal eine Wendung im Krieg zwischen den USA und dem Iran? Nachdem sich der Konflikt in den letzten Tagen auch noch auf die Huthi-Miliz und Saudi-Arabien ausgeweitet hat und im Zuge dessen die Rohölpreise und Gasöl-Notierungen stark gestiegen sind, fallen die Futures heute Morgen deutlich zurück.
Grund ist eine Feuerpause der USA, über deren Hintergrund derzeit wild spekuliert wird. Nicht wenige Marktbeobachter sind der Meinung, dass diese rein taktischer Natur ist, auch um Munition zu sparen und sich neu aufzustellen. Es gibt am Markt aber auch Hoffnung, dass dies der Start zu neuen Verhandlungen sein könnte. Die Gegenseite hat die Angriffe auf US-Stellungen in benachbarten Golf-Staaten ebenfalls eingestellt.
Unabhängig davon bleiben die Transportwege durch die Straßen von Hormus und Bad al-Mandab gefährlich und dadurch die transportierten Ölmengen sehr gering.
Starke Exportausfälle gibt es auch bezüglich der ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Raffinerien und Ölanlagen. Das CPC-Verladeterminal nahe der russischen Stadt Noworossijsk, über das rund 80 Prozent der kasachischen Ölexporte laufen, ist seit gut einer Woche außer Betrieb und auch das angesdchlossene Sheskharis-Terminal ist seit einigen Tagen außer Betrieb. Hierüber laufen an normalen Tagen rund 650.000 Barrel. Der Ausfall der Exporte aus dem Schwarzen Meer beträgt in Summe somit rund zwei Millionen Barrel pro Tag!
Daher dürfte die aktuelle Entwicklung am Ölmarkt eher eine kurzfristige technische Reaktion auf den starken Anstieg der Vortage sein, außer es gäbe in Kürze tatsächlich eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche.
Am Devisenmarkt haben die gefallenen Ölpreise dazu geführt, dass sich der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar etwas erholen und wieder über die 1,14-Dollar-Marke ansteigen konnte.
Die Heizölpreise starten heute mit einem kräftigen Minus in die neue Handelswoche. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht Abschläge in einer Größenordnung von drei bis fünf Cent pro Liter erwarten. Daraus könnte sich für Ölheizer nochmals eine gute Kaufgelegenheit vor dem erwarteten Ansturm im Spätsommer bzw. Herbst ergeben. Wir sehen bislang nämlich keine Trendwende, sondern lediglich einen Rücksetzer vor einem sehr wahrscheinlichen weiteren Anstieg.
Die Ölpreise haben sich auch gestern wieder massiv verteuert und die Brentöl-Futures dabei die 100-Dollar-Marke überschritten. In der Folge steigen auch die Heizöl-Notierungen hierzulande weiter an.
Die Ölpreise starten leider auch heute wieder mit Aufschlägen in den Handel und haben dabei den höchsten Stand seit mehreren Wochen erreicht. Auch Heizöl wird leider nicht billiger, es droht eine weitere, möglicherweise drastische Verteuerung.