Marktbericht vom 17.08.2026
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Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 17.08.2026, 08:37 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise sinken heute leicht um etwa ein bis maximal eineinhalb Cent pro Liter, trotz angespannter Lage durch logistische Engpässe und geopolitische Spannungen. Diese leichte Preisabschlag-Prognose basiert vor allem auf einem stabilen Euro gegenüber dem Dollar und dem anhaltenden Seitwärtstrend der Ölpreise. Das Abwärtspotenzial bleibt allerdings stark begrenzt.

Marktbericht vom 17.08.2026

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise mit wenig Spielraum nach unten - Heizölpreise kaum verändert

Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 17.08.2026, 08:37 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise sinken heute leicht um etwa ein bis maximal eineinhalb Cent pro Liter, trotz angespannter Lage durch logistische Engpässe und geopolitische Spannungen. Diese leichte Preisabschlag-Prognose basiert vor allem auf einem stabilen Euro gegenüber dem Dollar und dem anhaltenden Seitwärtstrend der Ölpreise. Das Abwärtspotenzial bleibt allerdings stark begrenzt.

Niedrigwasser zwingt Öltransporte auf die Straße - Heizölpreise bleiben hoch

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten setzen ihren Seitwärtstrend der letzten Tage auch zum Start in die neue Handelswoche fort. Bei den Heizöl-Notierungen sind leichte Abschläge zu beobachten. Ingesamt bleibt das Abwärtspotenzial aber stark begrenzt.


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Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 88,60 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung September kostet zur Stunde 1.247 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum Dollar weiter zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1590 Dollar gehandelt. 

Auch wenn US-Präsident Trump wieder einmal reißerisch angekündigt hat, dass die USA die Straße von Hormus nach einem Sieg gegen den Iran zu US-Territorium erklären wird und Finanzminister Bessent von "beispiellosen Maßnahmen" zur Isolation des Gegners gesprochen hat, bleibt die Situation im Nahen Osten unverändert und die Öltransporte aus dem Persischen Golf eher die Ausnahme als die Regel. Am Freitag wurde wohl erneut ein Tanker aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) angegriffen.
Auch der Krieg zwischen Russland und der Ukraine bleibt am Ölmarkt ein großes Thema, nachdem es immer wieder neue Drohnenangriffe auf russische Ölanlagen gibt und hier mittlerweile ein großer Teil der Raffinerien zerstört oder zumindest beschädigt wurde. Auch Angriffe auf den großen russischen Onlinehändler Wildberries und andere Ziel in Nähe von Moskau waren zuletzt sehr erfolgreich und setzen den Kreml entsprechend unter Druck. Währenddessen hat Russland wieder einen großen Angriff mit ballistischen Raketen, unter anderem auf Kiew durchgeführt.
Dies alles sorgt dafür, dass die Ölversorgung knapp und auf wackeligen Beinen bleibt. Hinzu kommt, dass durch das extreme Niedrigwasser kaum mehr Öl aus dem ARA-Raum Richtung Süden verschifft werden kann und daher zu wesentlich höheren Kosten über die Straße transportiert werden muss. Bei einem Anstieg der Nachfrage könnte dies schnell zu logistischen Problemen bei der Versorgung mit Heizöl, Diesel oder Benzin führen.
 
Am Devisenmarkt bleibt der Euro im Vergleich zum Dollar im Aufwind. Schwache US-Einzelhandelsumsätze und ein überraschend zurückgegangenes Verbrauchervertrauen, ermittelt von der Uni Michigan, hat die US-Währung weiter unter Druck gebracht.

Trotz der nach wie vor sehr angespannten Versorgungssituation fallen die Heizölpreise heute zum Wochenstart leicht zurück. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht Abschläge in einer Größenordnung von einem halben bis einem Cent pro Liter erwarten. In wenigen Wochen  beginnt die Heizperiode und noch immer hat der Großteil der Ölheizer nicht bestellt. Daher muss im Herbst mit sehr langen Lieferzeiten gerechnet werden. Wer nur noch über einen geringen Tankvorrat verfügt, sollte daher möglichst schnell bestellen.

Heizöl-Marktdaten

17.08.26, 12:20 Uhr
 
17.08.: 161,71 €
16.08.: 161,88 €
17.08.26, 12:20 Uhr
 
17.08.: 1.270,00 $
14.08.: 1.250,00 $
17.08.26, 12:20 Uhr
 
17.08.: 89,54 $
14.08.: 88,67 $
17.08.26, 12:20 Uhr
 
17.08.: 0,8624 €
14.08.: 0,8647 €

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