Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise starten stabil bis leicht sinkend, da die internationalen Ölpreise am Morgen wieder deutlich nachgeben. Im Tagesverlauf könnten sie um einen bis zwei Cent pro Liter sinken, wobei Angriffe auf Schiffe und Energieanlagen weiterhin für Versorgungsängste sorgen.
Marktbericht vom 19.10.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise starten stabil bis leicht sinkend, da die internationalen Ölpreise am Morgen wieder deutlich nachgeben. Im Tagesverlauf könnten sie um einen bis zwei Cent pro Liter sinken, wobei Angriffe auf Schiffe und Energieanlagen weiterhin für Versorgungsängste sorgen.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind am Freitag im späten Handel massiv angestiegen, fallen heute Morgen im asiatisch geprägten Handel aber wieder deutlich zurück. In der Folge starten die Heizöl-Notierungen hierzulande stabil bis leicht nachgebend.
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Aktuell stehen die Dezember-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 107,60 Dollar pro Barrel. Eine Tonne Gasöl zur Lieferung im November kostet zur Stunde 1.417 Dollar. Der Euro tritt im Vergleich zum US-Dollar auf der Stelle und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1220 Dollar gehandelt.
Der Ölmarkt kommt nicht zur Ruhe und die Rohölpreise haben am Freitag den höchsten Stand seit rund fünf Monaten erreicht.
Auslöser für die Preisrallye waren neue Angriffe der Huthi-Miliz auf Schiffe in der Meerenge von Bab al-Mandab, die unter anderem als Ausweichroute zur Meerenge von Hormus genutzt wird. Zudem gab es wieder Drohnen- und Raketenangriffe auf Raid und den Flughafen von Aden.
Die zuletzt wieder zunehmenden Angriffe treiben die Risikoaufschläge am Ölmarkt nach oben und schüren neue Versorgungsängste.
Ein weiteres wichtiges Thema am Ölmarkt ist derzeit die Aussetzung von Sanktionen und Zöllen gegen Russland durch US-Präsident Trump, die nicht nur in der Ukraine für heftige Proteste sorgt. Trump will mit allen Mitteln die Kraftstoffpreise in den USA vor den Midterm-Wahlen nach unten drücken und dazu ist ihm wohl jedes Mittel recht.
Die Gasölpreise haben sich in der Folge zuletzt besser, sprich verbraucherfreundlicher entwickelt, da der Trump-Putin-Deal eine Wiederaufnahme der Diesel-Exporte in die USA und in andere Länder vorsieht.
Insgesamt bleibt die Versorgungslage aber auch hier angespannt, zumal die gegenseitigen Angriffe auf Energieanlagen nicht abreißen. Gestern wurde ein Ölterminal und ein Öllager bei einem groß angelegten Drohnenangriff auf Sankt Petersburg in Brand gesetzt.
Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar am Freitag vorübergehend etwas zulegen, die im späten Handel stark ansteigenden Ölpreise haben dann aber neue Inflationsängste in den USA geschürt und schlussendlich schmolzen die Gewinne bis Handelsschluss wieder zusammen.
Die Heizölpreise hierzulande starten mit diesen Vorgaben weitgehend stabil, könnten im weiteren Verlauf aber auch etwas nachgeben. Aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von einem bis zwei Cent pro Liter erwarten. In der vergangenen Woche gab es den stärksten Bestelleingang des bisherigen Jahres, was sich entsprechend auf die Lieferzeiten auswirkt. Wer nur noch wenig Vorrat im Tank hat, sollte mit der Bestellung nicht länger warten.
Die Ölpreise haben bislang kaum auf weiter deutlich gefallene Ölvorräte in den USA reagiert. Bei Gasöl geht es heute sogar nach unten, sodass auch die Heizöl-Notierungen mit Abschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten.
Die Ölpreise haben sich gestern im Großen und Ganzen seitwärts bewegt und sind in etwa auf dem Ausgangsniveau aus dem Handel gegangen. Heute Morgen starten die Futures aber etwas leichter und auch die Heizöl-Notierungen habe etwas Abwärtspotenzial.