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Marktbericht vom 20.12.2021

Heizöl-Markt aktuell: Zuviel Omikron für Ölpreise - Heizölpreise geben deutlich nach!

20.12.2021, 08:24 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben am Freitag im Laufe des Handels deutlich nachgegeben und starten heute Morgen mit weiteren kräftigen Abschlägen in den asiatisch geprägten Handel. In Folge werden erfreulicherweise auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit schönen Abschlägen in die Weihnachtswoche gehen. 

Aktuell stehen die Februar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei rund 71 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 68,20 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar deutlich zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,1255 US-Dollar gehandelt. 

Die Omikron-Variante des Coronavirus macht den Börsianern nun doch stärker zu schaffen, als dies noch vor ein paar Tagen den Anschein hatte. Extrem schnell steigende Infektionszahlen, in Folge neue Reisebeschränkungen und auch neue Lockdowns sorgen dafür, dass nicht nur die Aktienmärkten zuletzt unter Druck geraten sind, sondern sich auch die Rohölpreise derzeit im Sinkflug befinden. 
Bereits am Freitag haben die Futures der Nordseemarke "Brent" um rund zwei Dollar pro Fass nachgegeben, heute Morgen geht es bislang nochmals in einer gleichen Größenordnung nach unten. 
Daran ändert auch die neueste Prognose des in Rohstoffangelegenheiten recht renommierten Investmenthauses Goldman Sachs bislang nichts, das den Ölpreis langfristig bei 100 Dollar pro Barrel sieht und im kommenden Jahr im Schnitt ca. 85 Dollar erwartet. 
Kurzfristig belastet neben der Sorge vor weiteren Lockdowns und Reisebeschränkungen vor alle die erwartete Überversorgung in den ersten Monaten des neuen Jahres und die sich gleichzeitig verschlechternden Konjunkturaussichten. Das deutsche Ifo-Institut geht beispielsweise für nächstes Jahr nur noch von einem Wachstum von 3,7 statt 5,1 Prozent aus und macht hierfür auch die anhaltenden Lieferengpässe verantwortlich. Der Geschäftsklimaindex wurde am Freitag mit einem enttäuschenden Wert von 94,7 veröffentlicht. Die Analysten hatten mit 95,3 nach 96,6 im Vormonat gerechnet. 
Die Zahl der aktiven US-Bohranlagen ist in der vergangenen Woche weiter um 4 auf nun 475 Einheiten angestiegen. Dies ist zwar der höchste Wert seit April 2020, vor zwei Jahren wurden aber noch rund 400 Anlagen mehr betrieben. 

Am Devisenmarkt ist der Euro nach Bekanntgabe des schwachen Ifo-Index im Vergleich zum US-Dollar unter Druck geraten und die Verluste wurden im Laufe des Tages immer größer. Der US-Dollar war als sicherer Hafen gefragt, den die Anleger aufgrund der schlechten Stimmung an den Aktienmärkten derzeit suchen. 

Trotz der deutlichen Währungsverluste werden die Heizölpreise hierzulande heute mit schönen Abschlägen in die neue Handelswoche starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von gut einem bis eineinhalb Cent pro Liter erwarten. Die Verbraucher sind verständlicherweise in Lauerstellung gegangen und bestellt wird nur, wenn der Vorrat knapp wird. Dieser sollte weiter gut im Auge behalten werden, denn die Lieferzeiten sind in vielen Regionen weiterhin recht lang und Eillieferungen nicht überall verfügbar!

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 20.12.2021, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (17.12.2021, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 20.12.2021, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (17.12.2021, 23:59 Uhr)

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