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Marktbericht vom 01.08.2022

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise geben weiter nach - Heizölpreise im Seitwärtstrend ebenfalls schwächer!

01.08.2022, 08:36 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten legten am Freitag zunächst weiter zu und kletterten auf den höchsten Stand seit rund vier Wochen. Aufgrund des Front-Monatswechsel starten die Futures heute Morgen rechnerisch aber deutlich tiefer. Die Heizöl-Notierungen folgen bislang den gefallenen Kontrakten und geben zum Start in die neue Handelswoche ebenfalls nach.

Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 103,30 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 97,50 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar leicht zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0280 US-Dollar gehandelt.

Mit dem Wechsel des Frontmonats und der Sorge vor einer globalen Rezession, hat sich das Preisniveau am Ölmarkt zum Start in den August deutlich reduziert.
Zudem wurde aus Libyen vermeldet, dass dort die Ölproduktion wieder bei rund 1,2 Millionen Barrel pro Tag und somit wieder auf "Normalniveau" liegt. Des Weiteren bleibt China ein großer Unsicherheitsfaktor, was die Ölnachfrage betrifft. Die zahlreichen Corona-Einschränkungen drückten auf die Wirtschaftsleistung und auf die Stimmung der Einkaufsmanager in der Industrie. Der entsprechende Index wurde heute Morgen mit nur 50,4 statt der erwarteten 51,5 Punkte veröffentlicht.
Die Tatsache, dass die Versorgungslage nach wie vor knapp ist, lässt für die Rohölpreise derzeit aber weiterhin wenig Spielraum nach unten. In dieser Woche trifft sich die OPEC+ Gruppe turnusmäßig, um über die weitere Förderpolitik zu beraten. Allgemein wird damit gerechnet, dass die Produktionsmengen ab September nicht weiter erhöht werden, zumal die vereinbarten Quoten von den meisten Mitgliedsstaaten ohnehin nicht eingehalten werden können.
Die Zahl der aktiven US-Bohranlagen ist in der vergangenen Woche weiter um 6 auf nun 605 Einheiten angestiegen. Mittlerweile nähert sich dieser Wert wieder langsam dem Vor-Corona-Niveau an. Die höchste Bohraktivität wurde Ende 2018 gemessen. Damals waren knapp 900 Anlagen aktiv. Mit einer zeitlichen Verzögerung von 6 bis 9 Monaten wirken sich die Zahlen entsprechend auf die verfügbaren Mengen am Ölmarkt aus.

Am Devisenmarkt fiel der Euro am Freitag im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar vorübergehend etwas deutlicher zurück. Dieser konnte von teilweise überraschend guten Konjunkturdaten profitieren.  Heute Morgen kann unsere Gemeinschaftswährung aber wieder Boden gutmachen und wird in etwa auf dem Durchschnittsniveau der letzten zwei Wochen gehandelt.

Die Heizölpreise hierzulande befinden sich seit knapp zwei Wochen in einem Seitwärtstrend, der heute aller Voraussicht nach einen Knick nach unten machen wird. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht Abschläge in einer Größenordnung von bis zu zwei Cent pro Liter erwarten. Allerdings müssen sich auch hier die Notierungen auf die leichten Turbulenzen im Bezug auf den Frontmonatswechsel noch etwas einnivellieren. Das Interesse am Heizölkauf und die Lieferzeiten befinden sich weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Wer zum Start in die Heizperiode noch tanken muss, sollte daher mit der Bestellung nicht mehr warten!

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 01.08.2022, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (29.07.2022, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 01.08.2022, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (29.07.2022, 23:59 Uhr)

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