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Marktbericht vom 19.09.2022

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise bleiben auf gedrücktem Niveau - Heizölpreise starten wenig verändert!

19.09.2022, 08:56 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich am Freitag weiter stabilisieren können und sind mit leichten Gewinnen aus dem Handel gegangen. Heute Morgen geben die Futures nach anfänglichen Aufschlägen aber wieder nach, sodass die Heizöl-Notierungen hierzulande kaum verändert bis etwas leichter in die neue Handelswoche starten werden.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei knapp 91 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 84,90 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar weiter erholen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0015 Dollar gehandelt.

Die an den Finanzmärkten seit Wochen umgehende Angst vor einer globalen Rezession bleibt auch das bestimmende Thema am Ölmarkt. Am Freitag haben der Internationale Währungsfond (IWF) und die Weltbank diese Sorgen noch verstärkt. Während die Weltbank eine Stagflation prognostiziert, geht der IWF in vielen Ländern von einer Rezession  aus.
Dies kam vor allem an den Aktienmärkten gar nicht gut an, die noch dazu mit stetig steigenden Zinsen konkurrieren. In dieser Woche trifft sich am Mittwoch die US-Notenbank um sicherlich einen weiteren Zinsschritt zu beschließen. Wie hoch dieser ausfallen wird, ist noch nicht ganz klar, die Mehrheit der Analysten erwartet aber erneut eine kräftige Anhebung um 0,75 Prozent.
Auch in Europa wird es mit dem Zinsniveau weiter nach oben gehen müssen, denn die Inflation bleibt weiterhin hoch. Der EU-Verbraucherpreisindex per August wurde am Freitag mit einem Plus von 9,1 Prozent veröffentlicht, im Vormonat betrug die Teuerungsrate noch 8,9 Prozent.
Thema am Ölmarkt bleibt zum Wochenstart auch die Treuhandverwaltung des Rohöl-Importeurs Rosneft Deutschland, womit die deutsche Bundesnetzagentur die Kontrolle der Rosneft-Anteile an den Raffinerien Schwedt, Karlsruhe und Vohburg übernimmt. Rosneft hat dieses Vorgehen als illegal bezeichnet und angekündigt, rechtlich dagegen vorgehen zu wollen.
Die Zahl der aktiven US-Bohranlagen ist in der vergangenen Woche wieder deutlich um 8 auf nun 599 Einheiten angestiegen.

Am Devisenmarkt pendelt der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter um die Parität. Die Marktteilnehmer warten in dieser Woche mit Spannung auf die nächste Sitzung der Federal Reserve am Mittwochabend. Am Freitag lastete ein schlechter als erwartet ausgefallener Verbrauchervertrauen-Index der Universität Michigan. Dieser konnte per September nur 59,5 statt der prognostizierten 60 Punkte erreichen.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben stabil in die neue Woche starten, könnten im Laufe des Tages mit etwas Glück aber auch wieder ins Minus drehen. Aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht zwar leichte Aufschläge erwarten, erste Preistendenzen deuten hingegen auf weiter eher schwache Notierungen hin. Der extreme Kälteeinbruch hat zu einem sprunghaften Anstieg der Nachfrage übers Wochenende gesorgt, der die ohnehin angespannte Liefersituation weiter verschärfen wird. Wer "knapp bei Tank" ist, sollte unbedingt die Lieferzeiten beachten und rechtzeitig bestellen!

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 19.09.2022, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (16.09.2022, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 19.09.2022, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (16.09.2022, 23:59 Uhr)

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