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Marktbericht vom 25.08.2023

Heizöl-Markt aktuell: Öl rauf, Euro runter - Heizöl-Notierungen starten mit Aufschlägen!

25.08.2023, 08:35 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten setzen in diesen Tagen im Großen und Ganzen ihren Seitwärtstrend fort, wobei die Kurse für Gasöl auch gestern im Verhältnis wieder stärker angestiegen sind, als die Rohölkurse. Da es zudem auch Währungsverluste gibt, werden die Heizöl-Notierungen hierzulande leider mit Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten.


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Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 83,85 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung September kostet zur Stunde 926 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar deutlich zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0790 Dollar gehandelt.

Nachdem am Mittwoch auch die US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) tendenziell bullish, also preistreibend ausgefallen sind, konnten die Rohöl- und vor allem die Gasölpreise, nach den Verlusten zu Wochenbeginn, gestern weitere Gewinne einfahren. Auch heute Morgen sind die Kurspfeile in Asien klar nach oben berichtet.
Die nach wie vor knappe Angebotssituation lässt auch für die nächsten Wochen kaum größeres Potenzial nach unten erwarten, da die OPEC+ und Saudi-Arabien bis auf Weiteres an ihren Förderkürzung festhalten dürfte und auch im Pipeline-Streit zwischen dem Irak und der Türkei noch keine Lösung in Sicht ist.
Aber auch nach oben dürfte der Weg für den Ölkomplex schwierig bleiben, denn die Sorge vor einer globalen Rezession wird sich wohl auch in naher Zukunft nicht in Luft auflösen. Vor allem wenn sich das Wachstum in China weiter abschwächen sollte und so die EU oder auch die USA in wirtschaftliche Schwierigkeiten bringen könnte.
Die gestern veröffentlichten Konjunkturdaten aus Übersee fielen gemischt aus. Während die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung auf Wochensicht von 240.000 auf 230.000 zurückgegangen sind, gab es per Juli einen unerwartet deutlichen Rückgang bei den Auftragseingängen langlebiger Wirtschaftsgüter von minus 5,2 Prozent. 

Am Devisenmarkt musste der Euro im Vergleich zum US-Dollar auch gestern wieder Verluste hinnehmen, die heute Morgen nach einem Minus des deutschen Bruttoinlandsproduktes eher noch größer werden. Der Fokus der Händler ist nun aber auf das Notenbank-Treffen im amerikanischen Jackson Hole gerichtet, wo unter anderem US-Notenbankchef Powell eine Rede halten wird, von der sich der Markt neue Hinweise auf die künftige Zinspolitik erhofft.

Zu Wochenschluss also leider keine guten Vorgaben für den österreichischen Inlandsmarkt, sodass die Heizölpreise nach den gestrigen leichten Verlusten heute wohl wieder anziehen werden. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht Aufschläge in einer Größenordnung von einem bis zwei Cent pro Liter erwarten. Insgesamt  bleibt es aber vorerst bei dem seit Anfang August existenten Seitwärtstrend. Da in nächster Zeit keine größeren Preisabschläge zu erwarten sind und die Lieferzeiten mit Beginn der Heizperiode deutlich steigen werden, raten wir weiterhin zum Kauf.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 25.08.2023, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (24.08.2023, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 25.08.2023, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (24.08.2023, 23:59 Uhr)

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