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Marktbericht vom 26.10.2023

Heizöl-Markt aktuell: Nahost-Konflikt lässt Ölpreise wieder steigen - Heizölpreise teuerer!

26.10.2023, 09:29 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern am Nachmittag plötzlich und deutlich ins Plus gedreht, nachdem Israel erneute eine baldige Bodenoffensive im Gazastreifen angekündigt hat. In Folge geht es heute leider auch mit den Heizöl-Notierungen wieder nach oben.


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Aktuell stehen die Dezember-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 89,30 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung November kostet zur Stunde 881 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar weiter zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,0535 Dollar gehandelt.

Nachdem in den letzten Tagen die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Nahen Osten etwas die Oberhand gewinnen konnte und sich die Rohölpreise in Folge auf dem Rückzug befanden, wurden nicht nur die Ölhändler gestern schnell wieder auf den Boden der Tatsache zurückgeholt. In einer Fernsehansprache kündigte der israelische Premierminister Netanyahu in Kriegsrhetorik nämlich erneut eine baldige Bodenoffensive an. Bislang war es wohl der Einflussnahme der US-Regierung zu verdanken, dass sich die Lage bislang nicht verschärft hatte.
Die kurz zuvor vermeldeten US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) schicken die Ölpreise zunächst noch nach unten. Entgegen den API-Zahlen vom Vortag wurden hier nämlich überwiegend Aufbauten vermeldet. Bei Rohöl 1,4, bei Benzin 0,2 Millionen Barrel. Lediglich bei den Destillaten gab es einen Rückgang von 1,7 Mio. Fass. Die Gesamtnachfrage ging deutlich um 1,8 auf 20,1 Mio. Barrel pro Tag zurück, die Ölproduktion blieb auf hohem Niveau bei 13,2 Mio. Fass pro Tag stabil.
Der Rückgang der Rohöl-Futures war dann aber nur von kurzer Dauer und die neue Kriegsangst ließ die Notierungen innerhalb kurzer Zeit um über drei Dollar pro Barrel ansteigen.

Am Devisenmarkt bleibt der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar auf der Verliererstrasse. Während die Konjunkturentwicklung in der EU schwach bleibt und in Folge die Europäische Zentralbank heute die Zinsen wohl unverändert belassen wird, bleibt die US-Wirtschaft auf Wachstumskurs. Wie stark, werden heute Nachmittag unter anderem neue Zahlen zum US-Bruttoinlandsprodukt zeigen.

Keine guten Vorgaben heute für den österreichischen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise mit Aufschlägen in den Tag starten werden. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von gut einem halben bis einen Cent pro Liter erwarten. Das Risiko, dass die Notierungen im Fall einer Ausweitung des Konfliktes im Nahen Osten weiter deutlich ansteigen werden, bleibt unvermindert groß. Daher ist gerade sicherheitsorientierten Ölheizern ein baldige Bestellung dringend anzuraten.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 26.10.2023, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (25.10.2023, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 26.10.2023, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (25.10.2023, 23:59 Uhr)

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