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Marktbericht vom 15.03.2024

Heizöl-Markt aktuell: Rohölpreise auf Vier-Monats-Hoch - Heizölpreise noch auf Vier-Wochen-Tief

15.03.2024, 09:08 Uhr von Josef Weichslberger
steigender Ölpreis an der Börse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern die Gewinne vom Vortag halten können, bei Rohöl ging es sogar nochmals deutlich nach oben auf den höchsten stand seit mehr als fünf Monaten. Die Heizöl-Notierungen hierzulande werden heute wohl etwas anziehen, stehen aber aktuell immer noch auf dem niedrigsten Stand seit vier Wochen.


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Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 85,30 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung April kostet zur Stunde 832 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar deutlich zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,0880 US-Dollar gehandelt.

Die Rohölpreise bleiben im Aufwind und haben den höchsten Stand seit Anfang November letzten Jahres erreicht. Verantwortlich hierfür sind unter anderen die neuen Monatsberichte der Energy Information Administration (EIA), der OPEC und der Internationalen Energieagentur (IEA), die gestern als letzte ihre neue Einschätzung der Lage am Ölmarkt veröffentlicht hat. Die Experten rechnen aktuell mit einer Fortführung der Förderkürzungen der OPEC+ bis Jahresende und daraus resultierend mit einer Unterversorgung, was in Folge zu steigenden Ölpreisen führt. Bereits im Report der EIA wurden die Preisprognosen für dieses Jahr nach oben korrigiert. Auch die US-Ölbestandsdaten fielen in dieser Woche bullish, also preistreibend aus.
Von politischer Seite haben neue ukrainische Drohnenangriffe auf russische Ölanlagen zusätzlich die Sorgen der Ölhändler erhöht, dass sich das Ölangebot künftig eher verknappen könnte.
Preisdämpfend wirkten in dieser Woche neue Inflationsdaten aus den USA, die es der US-Notenbank schwer machen dürften, eine baldige Zinswende einzuläuten. Außerdem gab es wieder recht schwache Konjunkturdaten aus der EU.

Am Devisenmarkt wirkten sich beide letzteren Themen entsprechend negativ auf den Kurs der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar aus. Diese war auch gestern gesucht, nachdem die US-Erzeugerpreise per Februar unerwartet stark um 1,6 statt 1,1 Prozent angestiegen sind. Dies könnte dafür sorgen, dass die Fed die eigentlich für Juni erwartete erste Zinssenkung weiter nach hinten verschieben muss, was sich entsprechend negativ auf die Konjunkturentwicklung auswirken würde.

Die Heizölpreise hierzulande stehen, wie eingangs bereits erwähnt, noch auf dem niedrigsten Stand seit Mitte Februar. Geht es nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen, wird es heute zu Aufschlägen in einer Größenordnung von einem halben bis einem Cent pro Liter kommen. Trotz des erwarteten Anstiegs bleiben die Notierungen vorerst auf einem relativ grünstigem Niveau.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 15.03.2024, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (14.03.2024, 23:50 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 15.03.2024, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (14.03.2024, 23:50 Uhr)

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