Marktbericht vom 13.02.2026
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nach dem Anstieg vom Vortag wieder deutlich nachgegeben und starten auf deutlich niedrigerem Niveau in den Freitag. In Folge sind auch bei den Heizöl-Notierungen Abschläge zu erwarten.
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Aktuell stehen die April-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 67,50 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Februar kostet zur Stunde 672 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum Dollar knapp behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1855 Dollar gehandelt.
Während die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zwar stocken, aber wohl weiter am laufen sind, ist nach Medieninformation ein zweiter großer Flugzeugträger der US-Marine unterwegs in die Golf-Region.
Donald Trump hatte jedoch gestern zudem verlauten lassen, dass die Gespräche mit Teheran rund einen Monat dauern könnten, was prompt dazu geführt hat, dass die Risikoprämie auf die Futures gleich mal etwas reduziert wurde und die Rohölpreise am Nachmittag deutlich an Wert verloren haben.
Denn auch der in Summe kräftige Anstieg der US-Ölbestände und die Monatsberichte der Energy Information Administration (EIA) und der Internationalen Energieagentur (IEA), der gestern veröffentlicht wurde, lieferten in dieser Woche zusätzliche preisdrückende Impulse.
Allerdings mehren sich unter den Analysten und Marktbeobachtern Stimmen, die Zweifel daran hegen, ob die globale Überversorgung tatsächlich so deutlich ist, wie dies allgemein propagiert wird. Die immer weiterführenden Sanktionen gegen Russland und dem Iran dürften sich immer stärker auf das physisch verfügbare Ölangebot auswirken, zumal sich nun wohl auch Indien dem Druck der US-Regierung gebeugt hat. Nicht zu vergessen sind dabei auch die weiter laufenden ukrainischen Angriffe auf russische Ölanlagen.
Am Devisenmarkt gab es gestern einen recht ruhigen Handel mit kaum größeren Kursbewegungen zwischen dem Dollar und dem Euro. Nach dem deutlichen Anstieg der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft fielen die gestern vermeldeten US-Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung im Rahmen der Erwartungen aus. Heute warten die Händler auf neue Konjunkturdaten aus der EU und Inflationsdaten aus den USA.
Die Heizölpreise hierzulande starten in Folge dieser Vorgaben mit Abschlägen in den letzten Handelstag der Woche. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von rund einem Cent pro Liter erwarten. Somit steuern die Notierungen auf ein kleines Wochenminus zu und gewinnen dadurch weiter an Attraktivität. In diesen Tagen können Ölheizer günstiger tanken als zum Vergleichszeitpunkt der letzten vier Jahre - trotz einer zwischenzeitlich deutlich gestiegenen CO2-Abgabe. Zudem ist der Februar in der langfristigen Auswertung stets der günstigste Bestellmonat.
*1) Aktueller Tageskurs (Stand: 13.02.2026, 13:10 Uhr)
*2) Schlusskurs vom Vortag (12.02.2026, 22:59 Uhr)
*3) Aktueller Tageskurs (Stand: 13.02.2026, 13:10 Uhr)
*4) Schlusskurs vom Vortag (12.02.2026, 22:59 Uhr)
Die Ölpreise haben gestern zunächst weiter deutlich zugelegt und die Brent-Futures sind dabei kurzzeitig über die 70-Dollar-Marke gestiegen. Im weiteren Verlauf gab es dann eine Abwärtskorrektur, sodass die Heizöl-Notierungen nur wenig verändert starten.
Die Ölpreise haben sich gestern uneinheitlich entwickelt, der Aufwärtstrend der letzten Tage und Wochen bleibt aber intakt. Entgegen dieser Entwicklung bleiben die Heizöl-Notierungen, auch aufgrund des starken Euro, weiter attraktiv.