Marktbericht vom 27.02.2026
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern eine Berg- und Talfahrt hingelegt und der volatile Handel dürfte sich in den nächsten Tagen, je nach Nachrichtenlage im Bezug auf die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran, fortsetzen. Bei den Heizöl-Notierungen sind heute Morgen bislang leichte Aufschläge zu beobachten.
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Aktuell stehen die April-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 71,30 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung März kostet zur Stunde 745 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar etwas zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1805 Dollar gehandelt.
Die bangen Blicke der Ölhändler waren gestern natürlich nach Genf gerichtet, wo die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran wieder aufgenommen wurden. Bislang gibt es zwar noch keinen Durchbruch, die Gespräche sollen aber wohl in der kommenden Woche fortgesetzt werden.
Während seitens der USA noch keine konkreten Angaben über den Fortschritt der Verhandlungen gemacht wurden, äußerte sich der iranische Außenminister Aragtschi positiv und bezeichnete die Gespräche als die "beste und ernsthafteste Runde", wenngleich es aber beim Thema Urananreichung wohl weiterhin keine Annäherung gegeben haben.
Am Ölmarkt könnte dies heute für eine zumindest vorübergehende Beruhigung sorgen, erledigt ist das Thema aber natürlich noch lange nicht und so werden die Rohölpreise auch in den nächsten Tagen wohl recht volatil bleiben.
Ein weiteres wichtiges Thema ist das am kommenden Sonntag stattfindende Treffen der OPEC+, bei dem es im Wesentlichen um die Förderpolitik zu Beginn des zweiten Quartals gehen dürfte. Allgemein wird erwartet, dass die nun seit Monaten ausgesetzte Reduzierung der freiwilligen Förderkürzungen wieder fortgeführt wird, sprich die Produktionsmengen erhöht werden. Aber auch dabei dürfte es ein wesentlicher Faktor sein, wie es im Konflikt zwischen den USA und dem Iran, aber auch im Ukraine-Krieg weitergehen wird.
Am Devisenmarkt geht es im Vergleich zum Ölmarkt derzeit deutlich ruhiger zu und die Kursausschläge zwischen dem US-Dollar und dem Euro bleiben eher gering. Auch hier blicken die Händler natürlich auf die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran, aber auch die neue Unsicherheit bezüglich der US-Zollpolitik bleibt ein großes Thema.
Die Heizölpreise hierzulande starten heute stabil, vielerorts auch mit leichten Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen im Schnitt eine leichte Verteuerung um bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Das Interesse der Ölheizer ist derzeit, wohl auch angesichts der lange herbeigesehnten milderen Temperaturen, recht gering. Sowohl die Zahl der Bestellungen, als auch die Lieferzeiten bewegen sich eher auf Sommerniveau.
*1) Aktueller Tageskurs (Stand: 27.02.2026, 10:50 Uhr)
*2) Schlusskurs vom Vortag (26.02.2026, 22:59 Uhr)
*3) Aktueller Tageskurs (Stand: 27.02.2026, 10:50 Uhr)
*4) Schlusskurs vom Vortag (26.02.2026, 22:59 Uhr)
Die Ölpreise bleiben im Vorfeld der für heute geplanten Fortsetzung der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Wartestellung und dabei ohne klare Richtung. Entsprechend starten auch die Heizöl-Notierungen weitgehend stabil.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern keine neue Richtung gefunden und sich im Großen und Ganzen seitwärts bewegt. Gleiches gilt für die Heizöl-Notierungen, die heute eventuell leicht nachgeben könnten.