Marktbericht vom 10.03.2026

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Marktbericht vom 10.03.2026

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise mit Rolle rückwärts - Anstieg der Heizölpreise vorerst gestoppt

10.03.2026, 08:49 Uhr von Josef Weichslberger
Ölpreise stürzen nach kräftigem Anstieg wieder ab - Heizölpreise ermals seit Kriegsbeginn wieder billiger?

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern eine regelrechte Berg- und Talfahrt hingelegt. Einem frühen Anstieg um über 20 Prozent folgte ein krasser Absturz um in der Spitze knapp 30 Prozent. Heute Morgen sind aber schon wieder Aufschläge zu beobachten. Die Heizölpreise reagieren noch etwas zögerlich, dürften aber bald etwas nachgeben.


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Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 92 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung März kostet zur Stunde 1070 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum Dollar deutlich erholen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1630 Dollar gehandelt. 

Die Aussage von US-Präsident Trump, dass der Krieg "so gut wie beendet" ist, sowie zusätzlich die Ankündigung einer möglichen weiteren Lockerung der Öl-Sanktionen, hat die Ölpreise gestern deutlich unter Druck gebracht, nachdem die Futures zunächst mit kräftigen Aufschlägen in die neue Handelswoche gestartet waren.
Bereits zuvor hatte der französische Ministerpräsident Macron erklärt, sich in Zusammenarbeit mit europäischen und nicht-europäischen Staaten für die Wiedereröffnung der Straße von Hormus engagieren zu wollen. Wie dies aber genau aussehen könnte, ließ Macron noch offen.
Tendenziell eher preisdrückend weil beruhigend wirkte auch die Meldung, wonach die G7-Staaten und die Internationale Energieagentur (IEA) die Freigabe strategischer Ölreserven als noch zu früh erachten, wobei dies für die kurzfristige Ölversorgung sicherlich  eher negativ zu werten ist.
Es bleibt also weiter spannend am Ölmarkt und die Marktteilnehmer werden in den nächsten Stunden und Tage ganz genau beobachten, ob ein baldiges Ende des Krieges sich als realistisch erweisen kann. Außerdem müssten bald konkrete Aussagen zu den angedeuteten Lockerungen der Öl-Sanktionen kommen. 
Sollte beides ausblieben und auch weiter keine Lösung für die Wiederaufnahme der Öltransporte aus dem Persischen Golf gefunden werden, dürften die Rohölpreise bald wieder deutlich ansteigen.

Am Devisenmarkt konnte sich der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar etwas von den Verlusten der Vortage erholen. Auch hier wirkte wohl die neue Hoffnung, dass der Krieg im Nahen Osten doch bald zu Ende gehen könnte. Schlechte Auftragszahlen aus der deutschen Industrie spielten nur kurzzeitig eine Rolle.

Die Heizölpreise könnten heute erstmals seit Kriegsbeginn mit leichten Abschlägen in den Tag starten. Erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von fünf bis zehn Cent pro Liter erwarten. Bereits gestern haben die Notierungen auf dem Rückgang der internationalen Ölpreise reagiert und die Tageshöchststände deutlich hinter sich gelassen. Die Ölheizer halten sich mit Bestellungen weiter stark zurück und beobachten die Lage, was aus jetziger Sicht sicherlich die richtige Strategie ist. Die Volatilität wird wohl aber auch in nächster Zeit sehr hoch bleiben. sodass hierbei starke Nerven gefragt sind.

Heizöl-Marktdaten

*1) Aktueller Tageskurs (Stand: 10.03.2026, 10:40 Uhr)
*2) Schlusskurs vom Vortag (09.03.2026, 23:40 Uhr)
*3) Aktueller Tageskurs (Stand: 10.03.2026, 10:40 Uhr)
*4) Schlusskurs vom Vortag (09.03.2026, 23:40 Uhr)

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