Marktbericht vom 11.03.2026
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern auf deutlich gedrücktem Niveau stabilisiert und die Händler warten die weitere Entwicklung im Iran-Krieg ab. Bei den Heizöl-Notierungen sind vorerst weiteren leichten bis moderaten Abschlägen zu erwarten.
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Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 87,50 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung März kostet zur Stunde 1044 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum Dollar gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1640 Dollar gehandelt.
Nachdem sich der Markt aufgrund der Äußerungen von US-Präsidenten Trump zu einem baldigen möglichen Ende des Iran-Krieges merklich beruhigt hat und die Rohölpreise sogar wieder deutlich unter die 90-Dollar-Marke gefallen sind, stellen sich die Händler nun die Frage, ob die Aussagen auch tatsächlich belastbar sind, bzw. der Realistät entsprechen. Zuletzt gab es hier ja auch widersprüchliche Meinungen, so unter anderem von Israels Ministerpräsidenten Nentanjahu.
Neben den aktuellen Entwicklungen zum Kriegsverlauf steht auch eine mögliche Freigabe strategischer Ölreserven im Fokus der Börsianer. Nach einem Bericht des Wall Street Journal erwägt die Internationale Energieagentur (IEA) die größte Freigabe in der Geschichte, also eine noch höhere Menge als nach Kriegsausbruch in der Ukraine. Eine Entscheidung könnte noch heute im Laufe des Tages getroffen werden.
Der gestern veröffentlichte Monatsreport der Energy Information Administration (EIA) fiel wie zu erwarten war preistreibend aus. Die erwartete globale Ölversorgung wurde deutlich nach unten korrigiert, wobei man hier derzeit sicherlich ebenso im Nebel stochert wie alle anderen Ölmarkt-Experten.
Auch der wöchentliche Bestandsbericht des American Petroleum Institute (API) fiel bullish aus, da es über alle Bereiche Abbauten gegeben hat, die dabei aber durchaus im üblichen Rahmen ausgefallen sind. Eine mögliche Verknappung der US-Bestände ist also noch nicht zu spüren bzw. zu messen.
Am Devisenmarkt gab es gestern kaum größere Kursschwankungen zwischen dem Euro und der Öl-Währung US-Dollar. Unsere Gemeinschaftswährung konnte sich aufgrund der Hoffnung auf ein baldiges Ende des Krieges zuletzt von den Kursverlusten der letzten Zeit erholen.
Die Heizölpreise sind gestern erstmals seit Kriegsbeginn wieder deutlich spürbar zurückgegangen, bewegen sich aber natürlich immer noch auf einem sehr hohen Niveau, das sich für Ölheizer bei Knappheit höchstens zur Bestandsaufstockung eignet, aber kaum zur Bevorratung. Entsprechend ist die durchschnittliche Bestellmenge in den letzten sieben Tagen um rund 1.000 Liter auf 1.350 Liter zurückgegangen. Geht es nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen sind heute weitere Abschläge in einer Größenordnung von ein bis zwei Cent pro Liter möglich.
*1) Aktueller Tageskurs (Stand: 11.03.2026, 09:50 Uhr)
*2) Schlusskurs vom Vortag (10.03.2026, 23:40 Uhr)
*3) Aktueller Tageskurs (Stand: 11.03.2026, 09:50 Uhr)
*4) Schlusskurs vom Vortag (10.03.2026, 23:40 Uhr)
Die Ölpreise haben gestern eine regelrechte Berg- und Talfahrt hingelegt. Einem frühen Anstieg um über 20 Prozent folgte ein krasser Absturz. Heute Morgen sind aber schon wieder Aufschläge zu beobachten. Die Heizölpreise reagieren noch etwas zögerlich.
Die Ölpreise haben sich nach den deutlichen Aufschlägen in dieser Woche gestern seitwärts bewegt. Da bislang in Asien ebenfalls noch keine klare Tendenz erkennbar ist, werden die Heizölpreise heute nur leicht höher in den Tag starten.