Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise sind gestern auf den niedrigsten Stand seit Beginn des Kriegs gefallen, was vor allem auf Hoffnungen auf ein baldiges Friedensabkommen im Iran-Krieg zurückzuführen ist. Für den heutigen Tagesverlauf scheint ein weiterer leichter Rückgang von ein bis zwei Cent pro Liter möglich zu sein.
Marktbericht vom 07.05.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise sind gestern auf den niedrigsten Stand seit Beginn des Kriegs gefallen, was vor allem auf Hoffnungen auf ein baldiges Friedensabkommen im Iran-Krieg zurückzuführen ist. Für den heutigen Tagesverlauf scheint ein weiterer leichter Rückgang von ein bis zwei Cent pro Liter möglich zu sein.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind gestern nach einem stabilen Start innerhalb von nur drei Stunden um weit über zehn Prozent gefallen, nachdem Meldungen über eine mögliche baldige Einigung im Iran-Krieg die Runde machten. Wenig später ging es aber schon wieder deutlich nach oben. Trotzdem sind die Heizöl-Notierungen mittlerweile auf das niedrigste Niveau seit mehreren Wochen gefallen.
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Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 101,50 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Mai kostet zur Stunde 1.170 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum Dollar weiter leicht hinzugewinnen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1750 Dollar gehandelt.
Nachdem US-Präsident Trump das "Project Freedom" kurzerhand ausgesetzt und ein baldiges Friedensabkommen mit dem Iran in Aussicht gestellt hatte, gaben die Rohölpreise nach dem kräftigen Rückfall vom Montag gestern zunächst weiter zögerlich nach. Es fehlte ein Statement von der Gegenseite, das dann aber gegen 10 Uhr kam und das die Hoffnung auf eine Einigung deutlich verstärkte.
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi sagte anlässlich seines Besuches in Peking, dass der Iran ein "faires und umfassendes Abkommen" befürworten würde, was als Signal zur Verhandlungsbereitschaft gewertet wurde. Mit "umfassend" wurde dabei auch die Absicht impliziert, auch das Atom-Thema mit einzuschließen.
Nach der ersten Euphorie und stark fallenden Ölpreisen kehrte mit neuen Drohungen von Trump aber schnell wieder Ernüchterung ein und ein Teil des Rückgangs wurde wieder ausgeglichen.
Seither verharren die Händler in Lauerstellung und die Futures bewegen sich wie an der Schnur gezogen seitwärts.
Die gestern am Nachmittag veröffentlichten DOE-Ölbestandsdaten änderten daran nichts. Zwar gab wie bei den API-Zahlen vom Vorabend auch hier Abbauten über alle Produktbereiche, diese fielen aber deutlich moderater und im Rahmen der Erwartungen aus. Außerdem ist die Gesamtnachfrage um über 1,6 auf nur noch 19,5 Millionen Barrel pro Tag zurückgegangen. Insgesamt fielen die Zahlen daher leicht preisdrückend aus.
Am Devisenmarkt konnte der Euro vom Rückgang der Ölpreise profitieren und im Vergleich zum Dollar zunächst weiter zulegen, um später wieder etwas zurückzufallen. Auch hier wird der weitere Verlauf stark vom Erfolg der diplomatischen Bemühungen im Iran-Krieg abhängig sein.
Die Heizölpreise reagierten gestern spontan auf die gefallenen Futures und erreichten dabei den tiefsten Stand seit Kriegsausbruch. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen heute in der Eröffnung bestenfalls einen weiteren leichten Rückgang in einer Größenordnung von einem bis zwei Cent pro Liter erwarten. Auch bei den Ölheizern ist die Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende und weiter fallenden Notierungen nach wie vor sehr groß, was sich in einer weiterhin starken Kaufzurückhaltung widerspiegelt.
Die Ölpreise sind im gestrigen Handelsverlauf wieder etwas zurückgefallen und starten auch heute Morgen eher schwach in den asiatisch geprägten Handel. In Folge könnte es bei den Heizöl-Notierungen im besten Fall zu leichten Abschlägen kommen.
Die Ölpreise haben gestern im Laufe des Handels wieder deutlich zugelegt, nachdem es im Nahen Osten zu neune Eskalationen und Angriffen gekommen ist. Die Heizöl-Notierungen hierzulande bewegen sich bislang weiter seitwärts.