Marktbericht vom 13.05.2026
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Julian Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Julian Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 13.05.2026, 09:13 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise starten heute kaum verändert in den Handel. Eine klare Richtung ist weiterhin nicht absehbar. Gründe dafür sind der offene Ausgang des heutigen Treffens zwischen Trump und Xi sowie die unsichere Lage im Nahen Osten. Aktuell wird eher mit weiter steigenden Tendenzen und möglichen Engpässen bei der Heizölversorgung gerechnet.

Marktbericht vom 13.05.2026

Heizöl-Markt aktuell: Treffen zwischen Trump und Xi im Fokus - Ölpreise ohne klare Richtung

Julian Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Julian Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 13.05.2026, 09:13 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise starten heute kaum verändert in den Handel. Eine klare Richtung ist weiterhin nicht absehbar. Gründe dafür sind der offene Ausgang des heutigen Treffens zwischen Trump und Xi sowie die unsichere Lage im Nahen Osten. Aktuell wird eher mit weiter steigenden Tendenzen und möglichen Engpässen bei der Heizölversorgung gerechnet.

Ölpreise ohne klare Richtung

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind gestern im späten Handel angezogen und sind auf einem Tageshoch aus den Handel gegangen. Heute Morgen starten die Notierungen leicht günstiger in den Tag. Eine klare Richtung ist jedoch weiterhin nicht erkennbar, sodass erneut mit Schwankungen zu rechnen ist.


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Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 106 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Juni kostet zur Stunde 1.199 Dollar. Der Euro wird heute Morgen zu Kursen um 1,1723 Dollar gehandelt.

Das Auf und Ab an den Ölbörsen geht weiter. Nachdem gestern noch die Sorge vor einem möglichen neuen Kriegsausbruch für steigende Preise sorgte, geben die Kurse zur Wochenmitte wieder etwas nach. An der angespannten Lage im Persischen Golf hat sich jedoch kaum etwas geändert. Der Blick der Marktteilnehmer richtet sich nun vor allem auf ein hochrangiges Treffen in China zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping.

Am Markt gibt es Hoffnungen, dass Peking eine vermittelnde Rolle übernehmen könnte. Trump dämpfte diese Erwartungen jedoch indirekt. Der Krieg mit dem Iran werde bei den Gesprächen mit Xi Jinping in Peking voraussichtlich nicht im Mittelpunkt stehen, sagte der US-Präsident vor Journalisten. Stattdessen sollen vor allem Handelsfragen besprochen werden. Zugleich erklärte Trump, die USA hätten den Iran "weitgehend unter Kontrolle".

Ob diese Einschätzung verlässlich ist, bleibt offen. Sicher ist aber, dass auch die USA zunehmend unter den Lieferausfällen im Nahen Osten und den hohen Energiepreisen leiden. Der Druck auf die Regierung in Washington nimmt zu, zumal die Benzinpreise in den USA inzwischen so hoch sind wie seit der Corona-Zeit nicht mehr.

Auch neue US-Konjunkturdaten vom Dienstag zeigen, dass der Krieg den Preisdruck in den USA wieder verstärkt. Die Verbraucherpreise stiegen im April bereits den zweiten Monat in Folge deutlich. Damit wurde der stärkste jährliche Inflationsanstieg seit fast drei Jahren verzeichnet. Am Markt wächst deshalb die Erwartung, dass die US-Notenbank Federal Reserve die Zinsen vorerst nicht senken wird. Das könnte auf längere Sicht auch die Ölnachfrage belasten.

Der Nahe Osten bleibt damit weiterhin das bestimmende Thema am Ölmarkt. Die Sorge vor Versorgungsengpässen und die Unsicherheit in der Region stützen die Ölpreise deutlich. Gleichzeitig fehlt dem Markt eine klare Richtung. Jede neue Meldung aus dem Nahen Osten kann starke Bewegungen auslösen, weshalb die Schwankungen vorerst hoch bleiben dürften.

Kurzfristig warten Anleger heute vor allem auf die Monatsberichte von OPEC und IEA, die im Laufe des Tages veröffentlicht werden. Der EIA-Monatsbericht vom Dienstag brachte nur wenige Überraschungen. Wie erwartet senkte das US-Energieministerium seine Angebotsprognosen für das laufende Jahr erneut deutlich. Für 2027 rechnet die EIA jedoch wieder mit einem spürbaren Überangebot. Langfristig wirkt der Bericht daher eher preisdämpfend.

Kurz- und mittelfristig bleibt die Lage am Ölmarkt jedoch angespannt. Solange es keine echte Annäherung zwischen den USA und dem Iran gibt und Exporte aus dem Nahen Osten unterbrochen bleiben, spricht die fundamentale Lage weiterhin eher für feste Preise.

Die Heizölpreise hierzulande starten aufgrund der unklaren Vorgaben heute nur wenig verändert in den Handel. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht eine Seitwärtsbewegung mit leichten Aufschlägen in einer Größenordnung von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Ölheizer mit knappem Vorrat sollten rechtzeitig bestellen. Die starke Kaufzurückhaltung der letzten Monate könnte spätestens im Sommer zu hoher Nachfrage führen und damit Lieferzeiten sowie Heizölpreise steigen lassen.

Heizöl-Marktdaten

13.05.26, 10:30 Uhr
 
13.05.: 159,65 €
12.05.: 159,64 €
13.05.26, 10:30 Uhr
 
13.05.: 1.213,75 $
12.05.: 1.213,75 $
13.05.26, 10:30 Uhr
 
13.05.: 106,89 $
12.05.: 107,45 $
13.05.26, 10:30 Uhr
 
13.05.: 0,8540 €
12.05.: 0,8519 €

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