Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen heute voraussichtlich um bis zu 2 Cent pro Liter, da die Gasölpreise weiter gestiegen sind, obwohl die Rohölpreise leicht nachgegeben haben. Hauptgrund für die Preiserwartung ist neben der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten hauptsächlich die enge Versorgungslage bei Gasöl.
Marktbericht vom 28.07.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen heute voraussichtlich um bis zu 2 Cent pro Liter, da die Gasölpreise weiter gestiegen sind, obwohl die Rohölpreise leicht nachgegeben haben. Hauptgrund für die Preiserwartung ist neben der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten hauptsächlich die enge Versorgungslage bei Gasöl.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nachgegeben und starten auch heute mit leichten Abschlägen in den Handel. Heizöl bleibt jedoch aufgrund der weiterhin steigenden Gasölpreise auf einem hohen Preisniveau.
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Aktuell stehen die September-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 86 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung August kostet zur Stunde 1.219 Dollar. Der Euro wird heute Morgen zu Kursen um 1,137 Dollar gehandelt.
Die Rohölpreise haben gestern erneut nachgegeben. Die Nordsee-Sorte Brent fiel dabei wieder unter die Marke von 90 Dollar je Barrel, während US-Rohöl der Sorte WTI unter 85 Dollar notierte.
Auch zum heutigen Handelsstart bleiben die Ölpreise zunächst unter Druck. Ausschlaggebend ist vor allem, dass sich die militärische Lage im Nahen Osten vorerst etwas beruhigt hat. Zwischen den USA und dem Iran kam es bereits den dritten Tag in Folge zu keinen neuen Angriffen. Darüber hinaus kündigte US-Präsident Donald Trump Gespräche mit dem Iran zur Beendigung des Konflikts an. Eine Bestätigung aus Teheran steht allerdings weiterhin aus. Zudem wird heute der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Washington erwartet. Ob das Treffen neue Impulse für den Konflikt liefert, bleibt abzuwarten.
Dennoch sehen viele Marktteilnehmer die Lage weiterhin kritisch. Vor allem die Situation in der Straße von Hormus bleibt angespannt, da bislang unklar ist, ob der Schiffsverkehr dort wieder uneingeschränkt möglich ist.
Preissenkend für die Ölpreise wirkt außerdem die Wiederinbetriebnahme des Exportterminals des Caspian Pipeline Consortium (CPC) in Kasachstan. Nach rund einer Woche Unterbrechung fließt dort wieder Rohöl, wodurch sich das Angebot am Weltmarkt erhöht.
Ein Unsicherheitsfaktor bleiben dagegen die Angriffe der Huthi-Miliz auf saudi-arabische Ölanlagen und wichtige Exportwege. Sollte es dabei zu größeren Schäden an der Infrastruktur kommen, könnte dies die Ölpreise kurzfristig wieder deutlich nach oben treiben.
Spannend wird es nun mit Blick auf die aktuellen Lagerdaten aus den USA. In der Nacht veröffentlicht das American Petroleum Institute (API) seine Schätzung der US-Ölbestände, morgen folgt der offizielle Wochenbericht des US-Energieministeriums (DOE).
Nach den anfänglichen Kursverlusten konnten sich die Ölfutures am Morgen etwas stabilisieren. Für die Inlandspreise zeichnet sich damit gegenüber gestern bereits wieder leichtes Aufwärtspotenzial ab.
Die Heizölpreise gehen heute fester in den Handel. Unabhängig von der Entwicklung am Rohölmarkt sorgen vor allem die weiter gestiegenen Gasölpreise für Auftrieb. Nach den aktuellen Berechnungen und den ersten Marktindikationen ist im Tagesverlauf aus heutiger Sicht mit Preisaufschlägen von bis zu 2 Cent pro Liter zu rechnen.
Die Ölpreise starten nach der Rallye der letzten Tage und Wochen heute erfreulicherweise mit Abschlägen in die neue Handelswoche. Im Schlepptau befinden sich dabei auch die Heizöl-Notierungen.
Die Ölpreise haben sich auch gestern wieder massiv verteuert und die Brentöl-Futures dabei die 100-Dollar-Marke überschritten. In der Folge steigen auch die Heizöl-Notierungen hierzulande weiter an.