Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise könnten im Tagesverlauf um bis zu zwei Cent pro Liter fallen, da die internationalen Ölpreise leicht gesunken sind. Dies, obwohl die Unsicherheiten im Nahen Osten durch die neuen Sanktionen gegen den Iran nicht geringer geworden sind und die Versorgungslage angespannt bleibt.
Marktbericht vom 25.08.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise könnten im Tagesverlauf um bis zu zwei Cent pro Liter fallen, da die internationalen Ölpreise leicht gesunken sind. Dies, obwohl die Unsicherheiten im Nahen Osten durch die neuen Sanktionen gegen den Iran nicht geringer geworden sind und die Versorgungslage angespannt bleibt.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben im gestrigen Handelsverlauf etwas an Wert verloren und auf Tagestief geschlossen. Entsprechend sollte es heute auch mit den Heizöl-Notierungen etwas nach unten gehen.
Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 91,40 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung September kostet zur Stunde 1.233 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar weiter zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1660 Dollar gehandelt.
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Auch wenn die Waffen im Golf-Konflikt mittlerweile und erfreulicherweise eine eher untergeordnete Rolle spielen, so bleibt die Lage im Nahen Osten natürlich Hauptthema am Ölmarkt.
Gestern warteten die Marktteilnehmer auf den von US-Minister Bessent angekündigten Sanktionsplan gegen den Iran und handelten die Rohölpreise im Vorfeld schon mal etwas nach unten.
Die dann am Abend gemeldeten Maßnahmen waren wenig überraschend und wirkten sich bislang auch nicht stärker auf die Ölpreise aus. Die große Frage wird dabei sein, ob die USA genügend Druck auf die Partner Teherans ausüben können, allen voran auf China. Bei dem im September geplanten Treffen zwischen US-Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping wird dies sicherlich ein wichtiges Thema sein.
Kurzfristig dürfte sich am Ölmarkt aber wenig ändern. Nach wie vor gibt es Angriffe auf Tanker, die versuchen die Meerenge von Hormus zu durchfahren und somit bleiben die Mengen aus dem Persischen Golf über diesen Weg stark begrenzt. Die Route über das Rote Meer bleibt ebenfalls riskant. Auch hier gibt es immer wieder Angriffe von Huthi-Rebellen. Zudem muss mit Vergeltungsschlägen des Iran auf die wirtschaftlichen Sanktionen gerechnet werden. Ziele könnten vor allem Ölanlagen in den mit den USA verbündeten Staaten sein.
Auch im Krieg zwischen Russland und der Ukraine bleiben Energieanlagen ein wichtiges Ziel.
Die Versorgungslage dürfte sich also in den nächsten Tagen und Wochen nicht verbessern und so rücken immer stärker Zahlen zu den tatsächlichen Beständen in den Fokus der Ölhändler. Heute Abend nach Börsenschluss gibt es wieder neuen Aufschluss zu den US-Vorräten vom American Petroleum Institute (API), morgen folgen die Daten des Department of Energy (DOE).
Am Devisenmarkt hat der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar gestern an Wert verloren und auch heute Morgen zeigen die Richtungspfeile abwärts. Auch hier standen die Sanktionen gegen den Iran im Mittelpunkt des Interesses und hier natürlich vor allem die Auswirkungen derer auf die US-Währung.
Die Heizölpreise haben bislang noch nicht auf die gefallenen internationalen Ölpreise reagiert. Geht es nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen sollte es heute aber im Laufe des Tages Abschläge in einer Größenordnung von rund zwei Cent pro Liter geben. Dies, obwohl die Nachfrage gestern weiter deutlich an Fahrt aufgenommen hat. Auch in den nächsten Tagen und Wochen ist mit einem weiter steigenden Bestellaufkommen zu rechnen, sodass sich bald auch die Lieferzeiten spürbar verlängern werden.
Die Ölpreise starten bei wenig veränderten Rahmenbedingungen weitgehend stabil in die neue Handelswoche. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen wenig verändert, im besten Fall leicht sinkend erwartet.
Die Ölpreise haben gestern nach einem schwachen Start deutlich zugelegt und starten heute kaum verändert in den letzten Handelstag der Woche. Gleiches gilt für die Heizöl-Notierungen, die sich seit Mitte Juli auf hohem Niveau seitwärts bewegen.