Marktbericht vom 03.09.2026
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Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 03.09.2026, 08:29 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise bleiben auf einem hohen Niveau, es scheint aus morgendlicher Sicht jedoch ein leichter bis moderater Rückgang im Tagesverlauf möglich zu sein. Grund für die zuletzt gestiegenen Notierungen ist die angespannte Marktlage durch reduzierte Rohöl- und Produktangebote infolge geopolitischer Konflikte und Exportbeschränkungen.

Marktbericht vom 03.09.2026

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise etwas beruhigt - Heizölpreise bleiben hoch

Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 03.09.2026, 08:29 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise bleiben auf einem hohen Niveau, es scheint aus morgendlicher Sicht jedoch ein leichter bis moderater Rückgang im Tagesverlauf möglich zu sein. Grund für die zuletzt gestiegenen Notierungen ist die angespannte Marktlage durch reduzierte Rohöl- und Produktangebote infolge geopolitischer Konflikte und Exportbeschränkungen.

Tankerverkehr aus dem Persischen Golf wieder zurückgegangen - Öl- und Heizölpreise bleiben hoch

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich noch den deutlichen, teils kräftigen Aufschlägen der letzten Tage gestern wieder etwas gefangen und sind mit leichten Abschlägen aus dem Handel gegangen. In der Folge starten auch die Heizöl-Notierungen wenig verändert.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 94,20 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung September kostet zur Stunde 1.410 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum Dollar etwas verbessern und wird heute Morgen zu Kursen um 1,16 Dollar gehandelt. 


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Auch wenn die Rohölpreise und vor allem die Gasöl-Notierungen gestern nicht weiter angestiegen sind, bleibt die Lage am Ölmarkt sehr angespannt. Das verfügbare Angebot an Rohöl dürfte durch die neuen Eskalationen wieder zurückgehen und die ohnehin knappen Vorräte weiter belasten. 
Die jüngsten gegenseitigen Angriffe waren die heftigsten seit Juli und der Tankerverkehr durch die Meerenge von Hormus ist in der Folge wieder stark zurückgegangen. Auch der Weg über das Rote Meer bleibt wegen der Huthi-Rebellen riskant.
Noch prekärer ist die Lage bei den Endprodukten, wie Benzin, Diesel und somit auch Heizöl. Hier spielt gerade auch für Europa der Krieg zwischen Russland und der Ukraine weiter eine wichtige Rolle. Ein großer Teil der russischen Ölanlagen ist durch ukrainische Drohnenangriffe beschädigt, sodass Moskau ein Exportverbot für Diesel und Benzin verhängt hat. 
Diese Mengen fehlen am Markt und verteuern das an der Börse gehandelte Gasöl, dem unversteuerten Vorprodukt von Diesel und Heizöl, immer weiter. Die Höchstkurse von Anfang April sind in unmittelbarer Sichtweite.
Die gestern veröffentlichten DOE-Ölbestandsdaten aus den USA fielen gemischt aus. Bei Rohöl gab es einen stärker als erwarteten Rückgang von 4,5 Millionen Barrel, bei den Destillaten sogar einen leichten Aufbau. Trotzdem bleiben die Vorräte im Langzeitvergleich auf einem sehr niedrigen Niveau.
 
Am Devisenmarkt konnte sich der Euro im Vergleich zur Ölwährung gestern weiter stabilisieren. Derzeit wird am Markt heftig über die weitere Zinsentwicklung in den USA und in Europa spekuliert. Während eine Erhöhung des Leitzinssatzes durch die Europäische Zentralbank bei der nächsten Sitzung als beschlossene Sache gilt, gibt es aus den Reihen der US-Notenbank noch unterschiedlich Aussagen.

Die Heizölpreise haben mittlerweile wieder ein sehr hohes Niveau erreicht und ein Liter kostet im Bundesdurchschnitt knapp 1,75 Euro. Geht es nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen werden die Notierungen heute leicht bis moderat nachgeben. Eine Entwarnung oder gar eine Trendwende ist aber leider weiterhin kein Thema, zumal die große Bestellwelle immer noch nicht angerollt ist. In wenigen Tagen werden aber die ersten Heizungen anlaufen und dann könnte es schnell zu Lieferengpässen kommen.

Heizöl-Marktdaten

03.09.26, 10:00 Uhr
 
03.09.: 174,55 €
02.09.: 174,55 €
03.09.26, 10:00 Uhr
 
03.09.: 1.424,25 $
02.09.: 1.419,75 $
03.09.26, 10:00 Uhr
 
03.09.: 95,12 $
02.09.: 95,28 $
03.09.26, 10:00 Uhr
 
03.09.: 0,8618 €
02.09.: 0,8630 €

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