Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen heute weiter an, da die Unsicherheit durch die vorübergehende Stilllegung einer wichtigen saudischen Pipeline die Rohölversorgung belastet. Es wird ein Anstieg von bis zu zwei Cent pro Liter im Tagesverlauf erwartet.
Marktbericht vom 14.09.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen heute weiter an, da die Unsicherheit durch die vorübergehende Stilllegung einer wichtigen saudischen Pipeline die Rohölversorgung belastet. Es wird ein Anstieg von bis zu zwei Cent pro Liter im Tagesverlauf erwartet.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten starten mit weiteren Aufschlägen in die neue Handelswoche und setzen damit ihren Aufwärtstrend auf bereits hohem Niveau fort. In der Folge steigen auch die Heizölpreise weiter an und erreichen einen neuen Höchststand.
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Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 107 Dollar pro Barrel. Eine Tonne Gasöl zur Lieferung im Oktober kostet zur Stunde rund 1.498 Dollar. Der Euro wird heute Morgen zu Kursen um 1,1556 Dollar gehandelt.
Die Rohölpreise setzen ihren Aufwärtstrend zum Wochenbeginn fort. Bereits am Freitag hatten sie die Handelswoche mit einem Plus von mehr als 8 Dollar pro Barrel beendet. Der US-Rohölkontrakt WTI schloss dabei erstmals seit Ende Mai wieder oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar pro Barrel.
Hauptgrund für den erneuten Preisanstieg sind wachsende Sorgen um die weltweite Versorgung. Nach Drohnenangriffen wurde die saudische Ost-West-Pipeline vorsorglich außer Betrieb genommen. Die Pipeline verfügt über eine Kapazität von rund 7 Mio. Barrel pro Tag und ist besonders wichtig, da sie einen Transport von Rohöl unter Umgehung der Straße von Hormus ermöglicht. Wie schwer die Anlage beschädigt wurde und wann sie wieder in Betrieb gehen kann, ist derzeit noch unklar.
Entscheidend für die weitere Preisentwicklung dürfte daher sein, wie lange die Pipeline ausfällt. Die Lagerbestände am saudischen Exportterminal Yanbu reichen nach Einschätzung von Experten aus, um die üblichen Exportmengen für etwa fünf bis sieben Tage aufrechtzuerhalten. Sollte die Pipeline schnell wieder anlaufen, dürften die Auswirkungen begrenzt bleiben. Bei einem längeren Ausfall könnten dagegen Produktionskürzungen notwendig werden und die Ölpreise nochmals deutlich steigen.
Zusätzlich verschärft sich die Sicherheitslage an wichtigen Transportwegen. In der Straße von Hormus wurde erneut ein Schiff beschossen und die Besatzung evakuiert. Gleichzeitig baut die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz ihren Einfluss entlang der jemenitischen Küste und an der strategisch wichtigen Meerenge Bab el-Mandeb weiter aus. Damit bleiben gleich mehrere wichtige Transportwege für den internationalen Ölhandel gefährdet.
Auch auf diplomatischer Ebene ist derzeit keine Entspannung in Sicht. Ein für Montag im Oman geplantes Treffen zwischen den Golfstaaten und dem Iran wurde verschoben. Auch bei den Friedensgesprächen gibt es weiterhin keine erkennbaren Fortschritte.
Zusammen mit einer stärkeren Nachfrage aus China haben die geopolitischen Spannungen die Rohölpreise seit Jahresbeginn bereits massiv nach oben getrieben. Die steigenden Energiepreise erhöhen zudem den Inflationsdruck und könnten auch die anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank beeinflussen.
Damit bleibt unsere fundamentale Einschätzung auch heute bullisch. Bei den Inlandspreisen zeichnen sich bereits wieder deutliche Aufschläge gegenüber Freitag ab.
Die Heizölpreise hierzulande starten mit diesen Vorgaben heute mit weiteren Aufschlägen in den Handel. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht einen weiteren Anstieg in einer Größenordnung von zwei Cent pro Liter erwarten.
Die Ölpreise haben gestern leider erneut deutlich zugelegt und auf Tageshoch geschlossen. Das lässt in Kombination mit der bereits angespannten Situation am inländischen Markt auch die Heizölpreise erneut ansteigen.
Die Ölpreise sind im gestrigen Handelsverlauf weiter angestiegen. Während die Brent-Futures zeitweise die Marke von 100 Dollar überschritten haben, nehmen die Gasöl-Notierungen Kurs auf ein neues Allzeithoch.