Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen heute Morgen leicht, vor allem wegen höherer Gasölpreise und knapper Raffineriekapazitäten. Im Tagesverlauf könnten die Preise weiter steigen; erwartet würden Aufschläge von bis zu etwa einem halben Cent pro Liter.
Marktbericht vom 23.09.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen heute Morgen leicht, vor allem wegen höherer Gasölpreise und knapper Raffineriekapazitäten. Im Tagesverlauf könnten die Preise weiter steigen; erwartet würden Aufschläge von bis zu etwa einem halben Cent pro Liter.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern vorübergehend weiter nachgegeben. Vor allem bei Gasöl ging es in der zweiten Tageshälfte aber schon wieder deutlich nach oben. Entsprechend starten die Heizöl-Notierungen heute mit fester Tendenz.
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Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 98,60 Dollar pro Barrel. Eine Tonne Gasöl zur Lieferung im Oktober kostet zur Stunde 1.458 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar etwas zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1425 Dollar gehandelt.
Am Ölmarkt ist eine diplomatische Lösung im Golf-Konflikt zumindest wieder ein Thema, auch wenn die Erfolgsaussichten wohl nach wie vor eher gering sind.
Zumindest hat sich wenig an der rauen Rhetorik von US-Präsident Trump geändert, der dem Iran in seiner gestrigen Rede vor der UN-Vollversammlung wieder einmal mit einer "schnellen Vernichtung" gedroht hat.
Im Hintergrund laufen aber wohl die Gespräche weiter und so gibt es weiterhin die Hoffnung, dass unter anderem die Straße von Hormus doch bald wieder geöffnet werden könnte. Der Iran ließ gestern verlauten, dass dies innerhalb weniger Tage geschehen könnte, sollten die USA den militärischen Druck verringern und die Blockade der iranischen Häfen aufheben würde.
Eine gute Nachricht kam gestern aus Saudi-Arabien, wo die wichtige Ost-West-Pipeline in den kommenden Tagen wieder vollständig hochgefahren werden soll. Zudem will der Irak seine Ölexporte weiter steigern.
Hauptproblem am Gasölmarkt und somit auch für die Heizölpreise bleiben aber die zu geringen Raffineriekapazitäten. Solange es der Ukraine immer wieder gelingt, russische Anlagen zu treffen und zu beschädigen, dürfte sich daran wenig ändern.
Die gestern nach Börsenschluss vermeldeten API-Ölbestandsdaten brachten einen unerwarteten Aufbau bei Rohöl, aber auch einen stärker als prognostizierten Abbau bei Destillaten, also Gasöl.
Am Devisenmarkt hat der Euro im Vergleich zum Dollar etwas nachgegeben. Ein Grund hierfür dürfte das per September weiter gefallende EU-Verbrauchervertrauen sein. Heute steht eine ganz Reihe wichtiger Konjunkturdaten auf der Agenda.
Die Heizölpreise starten heute Morgen leicht im Plus und könnten im Laufe des Tages aufgrund der wieder höheren Gasöl-Notierungen weiter ansteigen. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht Aufschläge in einer Größenordnung von rund einem halben Cent pro Liter erwarten. Die Hoffnung der Ölheizer auf bald fallende Ölpreise ist wohl weiterhin vorhanden, denn nur so lässt sich die derzeitige Kaufzurückhaltung erklären. Wenn bestellt wird, dann eher eine Teilmenge, was sicherlich keine schlechte Strategie ist.
Die Ölpreise haben sich nach dem gestrigen Rückgang am Vormittag im weiteren Handelsverlauf stabilisiert und bleiben somit auf ihrem hohen Niveau. Gleiches gilt für die Heizöl-Notierungen, die heute wenig verändert in den Tag starten.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich am Freitag im Großen und Ganzen seitwärts bewegt und starten heute Morgen uneinheitlich. Rohöl gibt nach, Gasöl bleibt stabil und in Folge auch die Heizöl-Notierungen.