Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise bleiben heute weitgehend stabil mit einem möglichen leichten Rückgang von bis zu einem halben Cent pro Liter. Grund dafür sind trotz entspannter Lage am Ölmarkt die begrenzten Raffineriekapazitäten und die erwartete steigende Nachfrage im dritten Quartal.
Marktbericht vom 03.07.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise bleiben heute weitgehend stabil mit einem möglichen leichten Rückgang von bis zu einem halben Cent pro Liter. Grund dafür sind trotz entspannter Lage am Ölmarkt die begrenzten Raffineriekapazitäten und die erwartete steigende Nachfrage im dritten Quartal.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind auch gestern wieder unterschiedliche Wege gegangen. Diesmal gab es Aufschläge bei Rohöl, während sich die Gasöl-Futures im Großen und Ganzen seitwärts bewegt haben. In Folge bleiben auch die Heizöl-Notierungen stabil.
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Aktuell stehen die September-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei gut 72 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Juli kostet zur Stunde 939 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum Dollar etwas hinzugewinnen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1450 Dollar gehandelt.
Die Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran scheinen weiterhin vielversprechend zu verlaufen und so entspannt sich auch die Lage am Ölmarkt immer mehr.
Bei Rohöl ist mittlerweile schon wieder das Vorkriegsniveau erreicht und in Analystenkreisen wird bereits wieder von einem globalen Überangebot gesprochen. Vor allem weil immer mehr Förderländer von stark steigenden Exportmengen berichten.
Bei den Gasöl-Notierungen wird dies aufgrund der weiterhin recht knappen Verarbeitungskapazitäten wohl leider noch nicht so schnell der Fall sein. Vor allem in Russland gibt es nach immer wieder erfolgreichen ukrainischen Drohnenangriffen zahlreiche Raffinerieausfälle und in Folge eine landesweite Knappheit bei Benzin und Diesel. Mittlerweile sind sogar Importe unter anderem aus Indien in eines der großen Ölförderländer der Welt am laufen.
Da die Raffinerie-Kapazitäten also stark begrenzt sind und die Nachfrage im dritten Quartal traditionell mit am höchsten ist, dürfte sich das Thema leider auch nicht so schnell auflösen und ein Belastungsfaktor für unseren Heizöl-Markt bleiben. Denn auch hier ist in den nächsten Wochen mit einer deutlich anziehenden Nachfrage zu rechnen, nachdem in den vergangenen Monaten das Bestellaufkommen extrem niedrig war.
Am Devisenmarkt konnte der Euro gestern im Vergleich zum US-Dollar etwas Boden gut machen. Schwache US-Arbeitsmarktdaten haben dafür gesorgt, dass sich die Erwartung einer baldigen Leitzins-Anhebung durch die US-Notenbank etwas reduziert hat.
Die Heizölpreise hierzulande starten heute nur wenig verändert in den letzten Handelstag der Woche. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht bestenfalls ein kleines Minus von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Die nach wie vor sehr ausgeprägte Abwartehaltung der Verbraucher erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass es im Spätsommer zu massiven logistischen Engpässen kommen wird. Daher raten wir weiterhin zu einem rechtzeitigen Kauf, eventuell auch nur einer Teilmenge.
Die Ölpreise haben sich auch gestern wieder extrem uneinheitlich entwickelt. Da sich die Gasöl-Futures im Großen und Ganzen stabil zeigten, werden auch die Heizöl-Notierungen nur wenig verändert in den heutigen Tag starten.
Die Ölpreise haben sich gestern erneut in unterschiedlicher Richtungen bewegt. Die deutlich gestiegenen Gasöl-Futures führen dazu, dass die Heizöl-Notierungen heute aller Voraussicht nach mit Aufschlägen in den Tag starten.