Marktbericht vom 03.02.2026
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich nach dem gestrigen deutlichen Rückgang wieder gefangen und starten heute bislang nur wenig verändert in den Handel. Gleiches gilt für die Heizöl-Notierungen, die bislang nicht auf die internationalen Vorgaben reagiert haben.
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Aktuell stehen die April-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei knapp 66 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Februar kostet zur Stunde 680 Dollar. Der Euro muss im Vergleich zum Dollar weitere Verluste hinnehmen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1820 Dollar gehandelt.
Nachdem die Gefahr einer Eskalation im Iran bzw. im Nahen Osten zumindest wohl vorerst gebannt ist und noch in dieser Woche neue Atomverhandlungen zwischen Washington und Teheran starten sollen, hat sich die Lage am Ölmarkt deutlich entspannt.
Die Rohölpreise haben rund die Hälfte des Anstiegs vom Januar wieder eingebüsst und bewegen sich derzeit in etwa auf dem Durchschnittsniveau der letzten zwölf Monate.
In den nächsten Tagen dürften wieder verstärkt Wirtschaftsthemen in den Fokus der Ölhändler rücken. Wie beispielsweise der gestern vom US-Präsident Trump verkündete neue Handelsdeal mit Indien, der unter anderem vorsieht, dass die indische Regierung künftig auf russisches Öl verzichtet und stattdessen mehr Mengen aus den USA und auch aus Venezuela kaufen soll. Im Gegenzug werden die Zölle auf 18 Prozent gesenkt und die Strafzölle, die in Zusammenhang mit den Ölimporten aus Russland erhoben wurden, aufgehoben werden.
Sollte dies auch von Indien zu bestätigt und auch umgesetzt werden, könnte dies durchaus den Druck auf Putin erhöhen und ein Friedensabkommen mit der Ukraine etwas vorantreiben.
Ein weiterer wichtiger Faktor werden in dieser Woche auch wieder die US-Ölbestandsdaten sein, auch wenn aufgrund der extrem Kältewelle in Nordamerika die Zahlen durchaus etwas verzerrt sein könnten. Heute Abend nach Börsenschluss vermeldet das American Petroleum Institute (API) ihre neuen Zahlen, morgen folgt das Department of Energy (DOE).
Am Devisenmarkt wirkt immer noch die Nominierung von Kevin Warsh für die Nachfolge als Präsident der US-Notenbank nach und gibt dem Dollar Auftrieb. Ansonsten konzentrieren sich die Händler auf neue Konjunkurdaten aus Europa und den USA, die gestern in Form neuer Einkaufsmanagerindizes aus der Industrie recht unspektakulär ausgefallen sind. Morgen steht der neue EU-Verbraucherpreisindex auf der Agenda, am Donnerstag trifft sich dann die EZB um über ihre weitere Geldpolitik zu beraten. Eine Änderung des Leitzinses wird dabei aber nicht erwartet.
Die Heizölpreise hierzulande starten mit diesen Vorgaben heute nur wenig verändert in den Handel. Erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht bestenfalls ein kleines Minus in einer Größenordnung von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Die Lage am heimischen Heizöl-Markt bleibt entspannt. Die Versorgungslage ist gut und die Notierungen bewegen sich auf einem durchaus attraktiven Niveau.
*1) Aktueller Tageskurs (Stand: 03.02.2026, 17:20 Uhr)
*2) Schlusskurs vom Vortag (02.02.2026, 22:59 Uhr)
*3) Aktueller Tageskurs (Stand: 03.02.2026, 17:20 Uhr)
*4) Schlusskurs vom Vortag (02.02.2026, 22:59 Uhr)
Die Ölpreise starten mit deutlichen Abschlägen in die neue Handelswoche und somit auch in den Februar. Trotz weiterer Währungsverluste sollten auch die Heizöl-Notierungen bald nachgeben und so wieder eine gute Kaufgelegenheit bieten.
Die Ölpreise haben gestern ihren Höhenflug fortgesetzt und die Futures der Rohölsorte Brent sind dabei erstmals seit über einem halben Jahr wieder über die 70-Dollar-Marke gestiegen. Die Heizöl-Notierungen starten in Folge erneut etwas fester.