Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise sind zuletzt deutlich gefallen und haben ein wieder akzeptables Niveau erreicht. Für den Tagesverlauf wird ein weiterer Rückgang um bis zu einem Cent pro Liter erwartet, da die Ölversorgung sich durch erhöhte Fördermengen und Lockerungen bei Sanktionen verbessert, während das Risiko von Versorgungsengpässen weiterhin eine gewisse Preisunterstützung bietet.
Marktbericht vom 23.06.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise sind zuletzt deutlich gefallen und haben ein wieder akzeptables Niveau erreicht. Für den Tagesverlauf wird ein weiterer Rückgang um bis zu einem Cent pro Liter erwartet, da die Ölversorgung sich durch erhöhte Fördermengen und Lockerungen bei Sanktionen verbessert, während das Risiko von Versorgungsengpässen weiterhin eine gewisse Preisunterstützung bietet.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten bleiben auf Talfahrt und haben mittlerweile schon fast wieder das Niveau vor Ausbruch des Kriegs im Nahen Osten erreicht. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen immer attraktiver.
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Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 76,90 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Juli kostet zur Stunde 863 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar weiter zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1420 Dollar gehandelt.
Die Rohölpreise haben auch zum Start in die neue Woche erfreulicherweise weiter nachgegeben und mittlerweile ein fast "normales" Niveau erreicht.
Dies obwohl der angestrebte Frieden in der Region sicherlich noch lange nicht unter Dach und Fach ist und auch die Straße von Hormus bislang nicht zuverlässig und sicher durchfahren werden kann.
Trotzdem haben laut aktuellen Tanker-Trackingdaten die Transporte durch die Meerenge zuletzt deutlich zugenommen und auch die Lockerung der Iran-Sanktionen dürfte sich bald positiv auf die Versorgungslage auswirken.
Zudem kam gestern eine Meldung aus Libyen, wonach die dortige Ölproduktion mit rund 1,5 Millionen Barrel pro Tag ein Langzeithoch markiert hat und auch die russischen Ölexporte nach Indien haben ein Rekordniveau erreicht. Aufgrund der Aussetzung der US-Sanktionen wurde hier in diesem Monat bislang eine Menge von rund 2,6 Millionen Fass täglich erreicht.
Der Markt muss aber sicherlich weiter eine Risikoprämie für den Fall des Scheiterns der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran einkalkulieren und dürfte daher kaum mehr größeres Abwärtspotenzial haben. Viele Analysten sehen derzeit sogar eine Übertreibung nach unten und warnen weiter vor möglichen Versorgungsengpässen.
In diesem Kontext dürften in nächster Zeit sicherlich die US-Ölbestände wieder stärker in den Fokus der Ölhändler rücken. Heute Abend nach Börsenschluss werden die Zahlen des American Petroleum Institute (API) veröffentlicht, morgen folgen die Daten des Department of Energy (DOE).
Am Devisenmarkt bleibt der Euro im Vergleich zum US-Dollar in der Defensive. Äußerungen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde, die darauf schließen lassen, dass die Europäische Zentralbank den Leitzins zunächst eher stabil belassen will, haben unserer Gemeinschaftswährung auch gestern leidht unter Druck gebracht.
Die Heizölpreise hierzulande haben mittlerweile eine lange Wegstrecke nach unten hinter sich und durchaus ein wieder annehmbares Niveau erreicht. Geht es nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen könnte es heute weiter in einer Größenordnung von rund einem Cent pro Liter nach unten gehen. Aber auch hier dürfte das größte Potenzial mittlerweile ausgeschöpft sein und gerade sicherheitsorientierte Ölheizer sollten das aktuelle Preisniveau nutzen und rechtzeitig einlagern. Sobald die erwartete große Kaufwelle losbricht, werden die Preise und vor allem auch die Lieferzeiten ansteigen.
Die Ölpreise bleiben angesichts der nach wie vor labilen Lage im Nahen Osten schwankungsanfällig. Nach ersten Aufschlägen befinden sich die Futures am Morgen wieder auf dem Weg nach unten.
Die Ölpreise sind gestern nach einem schwachen Beginn gestiegen. Heute Morgen legen sie im asiatisch geprägten Handel bislang weiter zu. Auch die Heizölpreise ziehen dadurch an.